Christliches Online-Dating

Christ-sucht-Christ.de: Dating-Portal für Christen

Christ sucht Christ Titelbild verliebtes Paar
Canva pro

„Christ sucht Christ“ ist ein christliches Online-Datingportal. Wir sprechen mit Gründer Benedict Schmid. Auch darüber, warum Homosexuelle dort nicht nach eine:m Partner:in suchen können.

von Catharina Volkert

2003 hast du das Datingportal „handicap-love“ gegründet, 2005 „Christ sucht Christ“. Wie kam es dazu? Benedict Schmid: Im Zivildienst habe ich einen Rollstuhlfahrer kennengelernt, der keine Partnerin fand. Ich habe mehr oder weniger für ihn „handicap-love“ gegründet.

Christ-sucht-Christ-Gründer Benedict Schmid
privat
Benedict Schmid hat die Online-Dating-Plattform "Christ sucht Christ" gegründet.

Da ich selbst überzeugter und praktizierender Christ bin, habe ich damals gemerkt, dass es für mich auch kein Angebot gab. Weil die Software schon vorhanden war – ich hatte sie für „handicap-love“ entwickelt – konnte ich ein christliches Angebot schaffen.

Christ-sucht-Christ.de wirbt mit christlichen Werten

Braucht es diese Nischen bei der Partnersuche?

Benedict Schmid: Ja, es braucht diese Nischen. Weil die Leute sie ansteuern und nutzen. Bräuchte es sie nicht, würden sie auch nicht genutzt werden. Wir sehen, dass wir täglich Partner vermitteln und neue Mitglieder zu „Christ sucht Christ“ kommen. Ich denke, dass Menschen, die eine ähnliche Wertevorstellung haben, es hier leichter haben.

Weil der christliche Glaube von Anfang an das verbindende Thema ist?

Benedict Schmid: Es wird nicht mehr darüber gesprochen, ob jemand an Gott glaubt oder nicht. Das ist schließlich die Voraussetzung, um sich bei „Christ sucht Christ“ anzumelden.

Wir leben in einer Welt, in der christliche Werte zunehmend vergessen werden.

Wie viele Menschen sind denn angemeldet?

Benedict Schmid: Es sind derzeit 80.000, die Tendenz ist steigend. Es gibt zwar viele Gemeinden, aber es ist heutzutage doch so, dass, wenn man sich als Christ outet, vielfach belächelt wird. Das macht die Partnersuche nicht einfacher. In einer Welt, in der christliche Werte zunehmend vergessen werden, wird „Christ sucht Christ“ notwendiger.

Katholische und evangelische Mitglieder

Benedict Schmid: Wir sind ökumenisch. Es ist unser daher wichtig, dass es bei uns Frieden gibt zwischen katholischen und evangelischen Christen. Wir versuchen darauf zu achten, dass der eine den anderen Glauben akzeptiert.

Christliche Dating-Portale

Was hälst du von einem christlichen Dating-Portal? Schreib uns deine Meinung – am Besten unter unsere Postings in Social Media:

Instagram,

Facebook oder

Twitter

oder tagge uns mit #indeon.

Gibt es tatsächlich Zwist zwischen Protestanten und Katholiken in ihren Foren?

Benedict Schmid: Es kommt natürlich vor, dass es manchmal zu extrem wird, dann schreiten wir auch ein. Mein Appell ist: Leben und leben lassen. Und: Christen sollten sich nicht noch gegenseitig bekriegen. Das ist ja keine christliche Tugend.

Dating-Portal ohne Kategorie für Schwule

Was ist denn das Christliche von „Christ sucht Christ“?

Benedict Schmid: Unsere Wertvorstellungen beruhen auf den Zehn Geboten und es gibt ein gewisses Niveau der Kommunikation.

Es gibt die Suchfunktionen „Sie und sucht Ihn“ und „Er sucht Sie“. Darf Sie auch Sie suchen?

Benedict Schmid: Nein. Das liegt an den Wertevorstellungen der Nutzer. Würden wir Kategorien für Homosexuelle einstellen, gäbe es einen regelrechten Shitstorm. Außerdem gehen wir von der Bibel aus und dort steht, dass der Mann nicht beim Manne liegen soll. Aus diesem Grunde halten wir uns daran.

Unsere Wertvorstellungen beruhen auf den Zehn Geboten.

Wie lange bleiben die Menschen angemeldet?

Benedict Schmid: Das ist sehr unterschiedlich. Es gibt Menschen, die innerhalb von Tagen oder Wochen ihren Partner finden, bei anderen dauert es ein paar Jahre. Sie sollten auf jeden Fall Zeit mitbringen. Es soll ja auch die oder der richtige sein.

Nach eigenen Angaben 800 Erfolgsgeschichten auf „Christ sucht Christ“

Benedict Schmid: Wir berichten heute von 800 Erfolgsgeschichten, die von Paaren erzählen, die sich gefunden haben. aber nur etwa jedes 40. Paar veröffentlicht seine Geschichte. In den letzten 20 Jahren haben wir aus diesen 800 Geschichten etwa vier entfernen müssen. Insofern denke ich, dass das Ziel geklappt hat.

Männer sind ungeduldiger!

Die Leute suchen bei uns keine Abenteuer. Wir versuchen, möglichst langfristige Partnerschaften zu vermitteln. ‚Nimm dir Zeit mit, versuche, es in Ruhe anzugehen‘, rate ich oft. Vor allem den Männern, denn die sind etwas ungeduldiger.

Jeden Montag frisch: Unser Newsletter indeon weekup

Newsletter abonnieren

Hol dir alle indeon-News: Jetzt kostenfrei bei indeon weekup anmelden und passend zum Montagmorgen das Neueste aus unserer Redaktion lesen. Wir informieren dich nicht nur über unsere Themen, sondern wir teilen sie mit dir, diskutieren darüber und blicken mit dir hinter die Kulissen unserer Arbeit. 

Melde dich hier beim indeon Newsletter indeon weekup an.