von Rebecca Domanski
Täglich vergleichen wir Produkte beim Einkaufen oder unsere Stromtarife, aber am Lebensende? Was passiert da eigentlich? Nur eines ist sicher: Wer stirbt, muss auch beerdigt werden.
Dabei werden nachhaltige Beerdigungen beliebter: Immer mehr Menschen interessieren sich für:
Die Pressesprecherin Lisa Schaube der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) sagt: Was uns geliehen ist – das Leben und die Erde – soll nicht verschwendet, sondern mit Sorgfalt behandelt werden. Das gelte also auch beim Streben und Bestatten.
Auf deutschen Friedhöfen gibt es bereits nachhaltige Maßnahmen, wie beispielsweise:
In Deutschland gibt es laut dem Bundesverband Deutscher Bestatter (BDB) zwei erlaubte Bestattungsformen: die Erdbestattung und die Feuerbestattung. Letztere ist die Voraussetzung für weitere Arten:
In Deutschland setzen immer mehr Menschen auf Feuerbestattungen. Jedes Jahr erhebt die „RAL-Gütegemeinschaft Feuerbestattungsanlagen“, wie viele Menschen in Särgen oder Urnen bestattet werden.
Das Ergebnis zeigt einen klaren Trend: Im Jahr 2024 wurden bundesweit rund 81 Prozent der Verstorbenen eingeäschert – ein Trend, der in allen Regionen zu beobachten ist. In einigen Bundesländern liegt der Anteil sogar bei über 90, teilweise sogar über 95 %. Die Feuerbestattung ist damit landesweit die dominierende Form.
Traditionelle Särge enthalten oft Lacke, Metalle und Klebstoffe, die sich nur schwer abbauen lassen. Auch die Feuerbestattung ist nicht besonders umweltfreundlich: Sie verbraucht Energie und setzt Emissionen frei.
Video: Hinter den Kulissen des größten Krematorium Deutschlands
Der Kulturbeauftragte des BDB Simon J. Walter sagt, Nachhaltigkeit bei Bestattungen ist komplex – doch das Netzwerk „Grüne Linie“ biete seriöse, ganzheitliche Lösungen: regionale, umweltfreundliche Produkte (Särge, Urnen, Textilien) und lokale Partner (Friedhöfe, Krematorien, Floristen) senken den ökologischen Fußabdruck und stärken die faire Bestattungskultur.