Buchtipp

Jugendroman „Sie mussten nach links gehen“

Montage esz

Historisch genau recherchiert und einfühlsam erzählt ist der Jugendroman „Sie mussten nach links gehen“ der amerikanischen Schriftstellerin und Washington Post Journalistin Monica Hesse. Ein beeindruckender Beitrag gegen das Vergessen.

Verlag

Im Frühjahr 1945 ist der Krieg in Europa vorbei und die Konzentrationslager sind befreit. Die 18-jährige Zofia Lederman hat die letzten drei Jahre in den verschiedensten Vernichtungslagern der Nazis verbracht und nur der Gedanke an ihren jüngeren Bruder Abek hat sie nie den Lebensmut verlieren lassen. Ihre Eltern, ihre Großmutter, ihre Tante Maja, alle wurden direkt bei ihrer Ankunft in Auschwitz nach links in die Gaskammern geschickt.

Der Roman „Sie mussten nach links gehen“ erzählt von der Suche Zofias nach ihrem verschollenen Bruder Abek. Stück für Stück kehren dabei die verdrängten traumatischen Erinnerungen der 18-Jährigen zurück, und in wiederholten Flashbacks erzählt die Autorin Monica Hesse von dem unerträglichen Leid Zofias.

Buch-Tipp

Monica Hesse: Sie mussten nach links gehen, cbj Jugendbücher

448 Seiten, 18 Euro

Als Jugendroman konzipiert ist „Sie mussten nach links gehen“ auch für Erwachsene von der ersten bis zur letzten Seite fesselnd. Die Protagonisten um das Gar-Nichts-Mädchen Zofia sind sorgfältig gezeichnet und  die Fakten sind historisch genau recherchiert und einfühlsam erzählt. Ein Buch das du nicht vergisst.

Ein Must-Read, gerade aber nicht nur für die junge Generation, das direkt nach Erscheinen auf die Bestsellerliste der New York Times einstieg.

Absolute Leseempfehlung!