Gesellschaft

Demokratie stärken: So kannst du in Darmstadt mitmachen

Fünf Personen um einen Tisch, von Links nach rechts: Frau mit dunklen Haaren und gestreiftem Oberteil, sitzend mit Stift in der Hand, lächelt sanft; Frau mit dunklen Haaren und dunklem Blazer blickt sitzend auf Unterlagen vor ihr auf dem Tisch; Mann mit Bart und hellem Pullover stehend am Tisch, deutet mit einem Stift auf Unterlagen auf dem Tisch; Frau mit hellen Haaren und Jeans-Hemd sitzend mit einer Hand auf dem Tisch blickt konzentriert auf die Unterlagen auf dem Tisch; Mann mit dunklem Haar und rosa Hemd sitzt vor einem Laptop und tippt, blickt dabei ebenfalls auf die Unterlagen auf dem Tisch; auf dem Tisch sonst: Stifte, Papiere, ein Handy, ein To-Go-Kaffeebecher. Im Hintergrund verschwommen blauer Himmel und Bäume und Sträucher
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Menschen können gemeinsam etwas entwickeln

Nicht nur für politisch Aktive: In Darmstadt sollen mehr Menschen eigene Ideen für Demokratie entwickeln und Unterstützung erhalten.

Demokratie stärken und aktiv gegen Extremismus vorgehen: Genau das ist das Ziel der „Partnerschaft für Demokratie“. Sie möchte Menschen dazu ermutigen, eigene Ideen und Projekte für ein demokratisches und vielfältiges Miteinander zu entwickeln. Unterstützt werden hierfür Vereine, Initiativen sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger – auch mit finanziellen Mitteln.

Demokratie stärken: Gemeinsam gegen Extremismus

Ein Mann mit grünem Hemd, dunkler Brille und dunklen Haaren steht vor einem Poster zu Verstädnigungsorten
Evangelisches Dekanat Darmstadt
Alexander Mack, Referent für Bildung und Gesellschaft im Evangelischen Dekanat Darmstadt

Alexander Mack ist Referent für Bildung und Gesellschaft im Evangelischen Dekanat Darmstadt und koordiniert gemeinsam mit Kollegen die Partnerschaft für Demokratie. Anlässlich des Auftakts spricht er im indeon-Interview darüber, wie die Partnerschaft die Demokratie stärken möchte, welche Ziele das Bündnis verfolgt und wie sich jede*r mit eigenen Ideen oder Projekten beteiligen kann. 

Außerdem erklärt er, was die Initiative langfristig erreichen möchte und welche Rolle zivilgesellschaftliches Engagement im Einsatz gegen Extremismus spielt.

Demokratie lebendig werden lassen, wie soll der Austausch in Darmstadt stattfinden? 

Alexander Mack: Zum einen wird es Netzwerktische geben, an denen wir die Erwartungen und die Ideen der anwesenden Personen und Initiativen aufnehmen. 

Konkreter Nutzen

Die Partnerschaft unterstützt nicht nur finanziell, sondern berät und begleitet die Zivilgesellschaft bei der Entwicklung und Umsetzung von Projekten. Das macht den Nutzen konkreter.

Aufgebaut wird sie von Alexander Mack, Winfried Kändler und bald einer weiteren Person, gemeinsam mit der Wissenschaftsstadt Darmstadt.

Außerdem werden ganz grundlegend das Förderprogramm vorstellen und erklären: 

  • Was muss man machen, um eine Förderung zu bekommen?
  • Wie ist das Antragsverfahren aufgestellt?

Am Ende wird es dann noch einmal Zeit für individuelle Gespräche geben. 

Warum Demokratie auch Kirche angeht

Sie unterstützen nicht nur vor Ort, sondern planen eigene Projekte vor Ort. Warum engagiert sich gerade die Kirche für die Stärkung der Demokratie?

Alexander Mack: Wir als Kirche haben natürlich ein großes Interesse an dem gesellschaftlichen Zusammenhalt und am Fortbestehen der freiheitlich-liberalen Demokratie. Diese wird von verschiedenen Seiten infrage gestellt

Bausteine der Partnerschaft für Demokratie

  • Bündnis für Demokratie: begleitet Projekte und entscheidet über Fördermittel
  • Ämternetzwerk: stärkt Demokratie und Beteiligung in der Stadtverwaltung
  • Jugendforum: bringt junge Menschen aktiv ein
  • Demokratiekonferenz: jährlicher Austausch mit Veranstaltungen und Aktionen

Deshalb ist es für uns wichtig, an allen Stellen zu schauen: Wie und wo können wir mit unserem Netzwerk, unseren Schwerpunkten und unseren Kompetenzen dazu beitragen, Demokratie zu stärken?

Marathon kein Sprint: Langfristig unsere Gesellschaft unterstützen

Die Partnerschaft für Demokratie besteht seit Frühjahr 2026 und wird gemeinsam vom Evangelischen Dekanat und der Wissenschaftsstadt Darmstadt getragen. Sie ist bis 2032 vereinbart. Was sind die langfristigen Ziele für die nächsten sechs Jahre?

Alexander Mack: Es geht einfach darum, die Zivilgesellschaft möglichst breit aufzustellen. Wir wollen möglichst viele Leute aus der gesamten Gesellschaft mitnehmen und für Demokratie begeistern. Vielleicht können wir so ein neues Feuer für Demokratie entfachen

Wir wollen nicht nur Menschen erreichen, die ohnehin schon politisch aktiv sind. Es geht auch um jene, die gerade in gesellschaftlich polarisierten Zeiten endlich was tun wollen und vielleicht sagen: „Es ist jetzt noch einmal wichtiger, sich zu engagieren.“