Zu Hause feiern

Eröffnung von Karneval fällt aus

Kein Karneval 2021
gettyimages/VictorGrow

Der 11. November markiert den Beginn der fünften Jahreszeit, der närrischen. In anderen Jahren ein Anlass zu feucht-fröhlichen Zusammenkünften. In diesem Jahr ist alles anders.

epd/Guido Schiefer
"Diesmal nicht" heißt eine Plakatkampagne der Stadt Köln. Sie wirbt zum Beginn des Karnevals um Verzicht auf Alkohol in der Öffentlichkeit, damit Feiernde die Zahlen der Corona-Infizierten nicht noch weiter in die Höhe treiben. Schauspielerin Janine Kunze ist das Gesicht der Aktion.

Abgesagt, abgesagt, abgesagt: Konzerte, Theater, Sportveranstaltungen. Es war das Wort der vorigen Woche. Auch den 11.11, 11 Uhr 11 hat es getroffen. Kein Helau oder Alaaf, keine Begrüßung der fünften Jahreszeit. Stattdessen: zu Hause bleiben und die Füße stillhalten. Das ist bitter für Karnevalisten. Zwar war das Elend vorhersehbar, aber wer wollte das denn so genau wissen?

Prinzip Hoffnung, wird schon werden. Hat dieses Mal leider nicht geklappt. Der 11. November wird ein ganz normaler Mittwoch, ohne Narrenruf – und ohne Laternenumzüge. Ja, auch die Kleinen müssen verzichten.

„Sich allein in Unterhosen daheim betrinken“

Vielleicht hilft ein Blick nach Finnland. Dort gibt es den hübschen Brauch des Kalsarikännit. Kompliziertes Wort mit einfacher Bedeutung. Übertragen heißt es, „sich allein in Unterhosen daheim betrinken“. Klingt prollig, ist aber natürlich abwandelbar: Ich mache es mir zu Hause gemütlich und gönne mir ein Glas Wein. Nicht der schlechteste Plan für einen kalten Novemberabend. Und wer will, darf bestimmt auch eine Jogginghose über der Unterhose tragen.