Es ist wieder so weit: Hol die Trikots aus dem Schrank, räum die Deutschland-Fähnchen aus dem Keller, kleb Panini-Bildchen ein. Es ist die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer. Anpfiff! Nach Russland und Katar jetzt Sommermärchen made in Hollywood. Football born in the USA (oder so).
Die Fußball-Weltmeisterschaft soll ein Fest des Sports sein. Doch es wird schwer, Sport und Politik voneinander zu trennen. Denn Donald Trump nutzt die größte Bühne des Fußballs für seine eigene Inszenierung. Während Verbände und Spieler schweigen, prägt er die öffentliche Erzählung rund um das Turnier nahezu allein.
Ich habe grundsätzlich Bock auf die WM. Ich bin sportinteressiert, mag es, bei internationalen Wettbewerben zuzusehen, und irgendwie glaube ich daran, dass Sport Menschen auch verbinden kann.
Voraussetzung dafür ist aber, dass sich beide Seiten auf Augenhöhe und mit Respekt begegnen. Eine echte Seltenheit. Was wir stattdessen sehen: Politiker nutzen den Sport zunehmend als Bühne und deuten ihn dadurch neu.
US-Präsident Donald Trump hat das auch schon vor der WM abgezogen. Beispiele dafür sind etwa Mixed-Martial-Arts-Kämpfe im Weißen Haus oder Siegerehrungen, bei denen Trump zuerst mit Erfolgen im Iran-Krieg prahlt (sieh dir das Posting unten an). Zur Belohnung dafür gibt es für ihn den FIFA-Friedenspreis. In diesem Sommer wird der Rasen zur Bühne. Zu einer großen Manege, die wir Donald Trump nicht einfach überlassen dürfen.
Fußball WM: Warum Politik zum Spiel gehören muss