Langes Wochenende

Macht euch doch bitte mal locker

PortraitAndreas Fauth
Kommentar von Andreas Fauth

Ein langes Wochenende steht für viele vor der Tür: Fronleichnam und Brückentag, Das heißt für uns: Endlich mal lockermachen und unbeschwerter sein, findet Andreas.

Wenn es endlich wieder geht, dann feiern wir aber, dann holen wir alles nach. Ich weiß nicht, wie oft ich das schon gehört habe – und ja: es ist Licht am Ende des Tunnels, aber auf die wirklich große Feier müssen wir trotzdem noch warten. Dafür steht ein langes Wochenende vor der Tür und die Sonne hat sich auch daran erinnert, dass bald Sommer ist. Ich finde, das dürfen, das müssen wir jetzt genießen, das haben wir uns verdient. Lockermachen.

Zwischenton

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Den Blick aufs unbeschwerte Leben richten

Die Zeiten von Regenwetter und Shutdown sind erstmal vorbei, Lockerungen der Corona-Regeln machen sich breit. Da dürfen auch wir uns lockermachen und ein hoffentlich langes, unbeschwertes Wochenende genießen. Wir dürfen den Blick auf das richten, was das Leben lebenswert macht. In Zeiten der Pandemie haben viele – aus guten Gründen – ihre gute Laune verloren, dabei ist gerade jetzt eine positive Grundstimmung wichtig, um die schwierigen Zeiten gesund zu überstehen.

Der Alltag macht ohne Corona-Pandemie schon Stress genug und das wird sich nie ändern. Ändern können wir aber den Blick auf unser Leben. Es liegt an uns, ob wir unser Leben genießen oder lieber schlechte Laune schieben. Und dass wir uns richtig verstehen: Unbeschwert sein heißt nicht sorglos sein. Natürlich sind unsere Probleme nicht weg, natürlich bestehen auch Corona-Regeln weiter – aber es soll ja Menschen geben, die immer nur warnen, immer Bedenken tragen und damit vielen Menschen zugleich Angst machen, gerade in Zeiten einer Pandemie. Für mich ein zu einseitiger Blick aufs Leben.

Macht euch bitte mal locker!

 

Fronleichnam

Fronleichnam ist in Hessen und Rheinland-Pfalz ein gesetzlicher Feiertag, der von der Katholischen Kirche gefeiert wird. Das Fest Fronleichnam gibt es seit dem 13. Jahrhundert. Das Wort bedeutet ursprünglich „Leib des Herrn“. Einen Blick aus evangelischer Perspektive auf Fronleichnam findest du auf EKHN.de.

Für mich ist es das, was Christsein ausmacht: Hoffnung. Wir dürfen hoffen und vertrauen, dass alles ein gutes Ende nimmt – auch im Tod. Das sagt sich so leicht, aber es liegt ein stückweit an uns selbst. Sind wir bereit für die Hoffnung? Wollen wir vertrauen? Es braucht eine Entscheidung von uns selbst für ein positives Leben. Dann packen wir es auch mit unseren Sorgen. Dann überstehen wir auch eine Pandemie. Dann müssen wir keine Angst haben – auch nicht vor dem Tod. Das übersehen wir schnell, wenn wir auf Zahlen und Inzidenzen schauen. Ich habe Hoffnung.

Lasst uns also nicht sorglos, aber hoffnungsvoll und unbeschwert auf den Sommer blicken. Genießen wir ein hoffentlich für viele von uns langes und unbeschwertes Wochenende. Macht euch doch mal locker!