Kultur

Jugend. Kultur. Kirche – Für junge Menschen in Frankfurt

Graffiti-Workshop in sankt peter
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Kreativ sein, feiern, junge Leute treffen: Die Jugendkulturkirche Sankt Peter bringt alles zusammen.

Wer die Jugendkulturkirche mitten in Frankfurt betritt, merkt sofort: Das hier ist keine gewöhnliche Kirche. 

Wo sonst Bänke stehen, wird normalerweise getanzt, gewerkelt, Theater gespielt. Bei den Konfi-Partys bebt der große Saal – Ende April mit rund 750 Jugendlichen. Und trotzdem ist Sankt Peter weit mehr als nur eine Party-Location.

Die Idee zu einer Jugendkulturkirche hatte der damalige Stadtjugendpfarrer Jürgen Mattis im Jahr 2000. Sieben Jahre später wurde sie eröffnet. Vergangenes Jahr wurde Sankt Peter also volljährig. Und trotzdem sei sie noch nicht erwachsen, sagen die Betreiber.😉 

Alles hat mit Kultur zu tun

Egal ob Music-Producing, Impro-Theater oder Streetart-Workshop: Kultur wird hier groß geschrieben.

Sankt Peter versucht die drei Themen Jugend, Kultur und Kirche zu verknüpfen.

Eva Rhodius

Das Herz von Sankt Peter ist Eva Rhodius. Sie ist als Kulturpädagogin zuständig für das Workshop-Programm und will diesen Ort zu etwas Besonderem machen.

Anders als in klassischen Jugendzentren ist Sankt Peter kein offener Treffpunkt, sondern ein Ort gezielter Angebote. Wer sich für ein Thema interessiert, entscheidet sich bewusst dafür und kauft sich ein Ticket für einen Workshop, ein Konzert oder eine Veranstaltung. 

Und die Bandbreite ist enorm. Rund 40 bis 50 Workshops pro Jahr stehen auf dem Programm. Dazu kommen Projektwochen mit Schulen und spezielle Bildungsangebote, wie FSJ-Bildungstage. Mal sind es kleine Gruppen mit sechs Teilnehmer*innen, mal große Events.

Junge Frauen tanzen auf der Bühne (im Hintergrund) beim Korea Culture Day 2025 in der Jugendkulturkirche Sankt Peter in Frankfurt am Main am 25.10.2025. Im Vordergrund sind diverse Stände.
epd-bild/Tim Wegner
Der Korea Culture Day 2025 in der Jugendkulturkirche Sankt Peter

Lernen von echten Künstler*innen

Ein besonderer Unterschied zu vielen anderen Jugendangeboten: Die Workshops werden oft nicht von Pädagog*innen geleitet, sondern von Künstler*innen selbst.

Den Streetart-Workshop zum Beispiel leiten Luca und Marc. Beide sind leidenschaftliche Sprayer und wollen ihr Wissen weitergeben. Der Kurs findet jeweils im Frühling und im Herbst statt. Unser indeon-Reporter Max hat den Workshop besucht und oben im Video kannst du sehen, wie gut er sich mit der Dose anstellt. 

Neben der kreativen Arbeit geht es in Sankt Peter auch um Begegnung. Denn wer sich für gezielte Angebote entscheidet, trifft hier auf Gleichaltrige mit ähnlichen Interessen.

Es entwickeln sich auch Freundschaften hier, das wissen wir.

Eva Rhodius

Und diese Freundschaften gehen dann auch über die gemeinsame Zeit bei Sankt Peter hinaus.

Wie schafft die Kirche es, dass sich junge Menschen von ihr angesprochen fühlen? Schreibe uns deine Gedanken dazu auf Social-Media: 

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Trotz aller Events geht es Sankt Peter vor allem darum, junge Menschen zu stärken. Eva Rhodius sagt, sie sollen Neues ausprobieren, sich weiterentwickeln und auch mal aus dem Schulalltag rauskommen.

Auch Sankt Peter spürt den Sparkurs der Kirche

Sankt Peter wird zum Teil von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, sowie der Kirche in Frankfurt und Offenbach finanziert. Gleichzeitig ist Sankt Peter darauf angewiesen, eigene Einnahmen zu generieren – etwa durch die Vermietung der Räume für Tagungen oder Firmenveranstaltungen. 

Natürlich sind die finanziellen Herausforderungen auch hier spürbar. Die Sparmaßnahmen spüren sie besonders beim Personal.

Eine Stelle ist komplett weggefallen.

Eva Rhodius

Trotzdem gelingt es dem Team, das Programm aufrechtzuerhalten, die Anzahl der Workshops musste nicht leiden - auch durch viel Engagement und Kreativität. 

Was bleibt, ist ein klarer Wunsch, dass Sankt Peter noch lange besteht und weiterhin viele Jugendliche erreicht.