„Braucht ihr ein bisschen Wasser?“ Maxi hält zwei Festivalbesucherinnen eine Flasche hin. Kurz darauf bietet er Ohrstöpsel an. Vor der Bühne des Kesselfestivals in Stuttgart ist die Musik laut, die Menge dicht. Für das Awareness-Team beginnt Hilfe oft ganz unspektakulär: mit Wasser, Sonnencreme oder der Frage, ob alles in Ordnung ist.
Dafür laufen die Ehrenamtlichen in Zweierteams über das Festivalgelände. Manche Besucher*innen brauchen bei Hitze Abkühlung, Schatten oder einen ruhigeren Ort. Gerade die Menschenmenge vor der Hauptbühne kann für einige zu viel werden. Hitze kann außerdem psychische Belastungen verstärken.
Manchmal braucht es aber mehr als Wasser und Ohrstöpsel. Dann kommt „Panama“ ins Spiel.
„Panama“ ist auf dem Kesselfestival ein Codewort für Menschen, die Unterstützung brauchen. Der Vorteil: Wer Hilfe sucht, muss nicht sofort erklären, was passiert ist.
Denn genau das kann in einer belastenden Situation schwerfallen. Wer sich belästigt fühlt, überfordert ist oder eine andere schwierige Situation erlebt, kann einfach nach „Panama“ fragen. Das Personal an der Bar kann die Person beiseite nehmen und das Awareness-Team verständigen.