Mit und für junge Menschen

Evangelische Jugend fürchtet um ihre Jugendhäuser

Die Evangelische Jugend (EJHN) fordert ein Ort exklusiv für die Jugend zu erhalten. Konkret geht es um die Jugendburg Hohensolms. Die EKHN will das Tagungshaus verkaufen.

Kirche muss sparen und aktuell debattiert die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) genau darüber. In ihrer Synode (das ist das Kirchenparlament) soll der Rotstift ausgepackt werden. Die Sparmaßnahmen treffen nicht nur die Gemeinden vor Ort, sondern auch weitere kirchliche Einrichtungen. Zum Beispiel die Jugendburg Hohensolms und das Kloster Höchst ­­- beides Orte, an denen sich Jugendliche treffen. 

Unangenehme kirchenpolitische Entscheidungen stehen an 

Der Prozess dieser Sparmaßnahmen nennt sich in der Landeskirche ekhn2030. So laufen beispielsweise für das Frankfurter Bibelhaus die Zuschüsse im Jahr 2024 aus.

Synode: Was passiert da?

Wie du oben gelesen hast, ist die Synode das Kirchenparlament. Das bedeutet, dass hier alle wichtigen politischen Entscheidungen getroffen werden. Also beispielsweise, für wie viele Gemeindemitglieder eine Pfarrperson zuständig ist. Oft geht es dabei um große Summen. Meist wird bei bei der Herbstsynode (2021 tagt sie vom 24. bis 27. November) über den Haushalt entschieden. Für das kommende Jahr geht es um rund 710 Millionen Euro. 

Meldungen aus der Synode findest du bei ekhn.de/Synode

Kurz und prägnant findest du die Abläufe der Synode in diesem Video bei YouTube

Die Tagungshäuser der Kirche müssen sich fragen lassen, ob sie genügend Einnahmen generieren können. Die Jugendburg Hohensolms hatte schon vor Corona Probleme, sich selbst zu finanzieren

Die Evangelische Jugend in Hessen und Nassau (EJHN) kritisiert den „Verlust von Räumen für Jugendliche“. Unter dem Hashtag #jugendbrauchträume haben sie eine Kampagne gestartet.

Gerade vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie habe sich gezeigt, wie wichtig Begegnungen vor Ort sind. Und zwar keine Räume, in denen abends die Spuren der Jugend wieder beseitigt werden sollen, sondern Orte, die von den Jugendlichen selbst gestaltet werden können. 

Alle Forderungen findest du auf ejhn.de/raeume

Menschen mit Behinderung in Hohensolms

Im vergangenen Herbst hatte die Synode der EKHN schon einmal die Jugendburg Hohensolms auf der Tagungsordnung. Damals wurde beschlossen, dass bis Ende 2022 geprüft werden soll, ob Kirchen und andere Bildungsorganisationen als potenzielle Partner:innen für eine gemeinsame Trägerschaft gewonnen werden können. Ansonsten werde das Haus verkauft.

Und für alle etwas überraschend, liegt nun ein Angebot vor: Die „Haus Hohensolms Stiftungfür Menschen mit Behinderung will die Burg kaufen und bietet dafür zwei Millionen Euro. Zwei weitere Interessenten mit Ideen für ein Mehrgenerationen-Wohnen beziehungsweise ein Internat hätten jeweils 2,5 Millionen Euro für den Kauf geboten. Unter dem Motto „Die inklusive Burg“ will die Stiftung dort nun ambulant betreutes Wohnen für Menschen mit Behinderung anbieten. Schon Ende 2022 könnten die ersten Bewohner einziehen.

Ein Haus für die evangelische Jugend im Kloster Höchst

Jugendliche wollen Platz im Kloster Höchst

Ein Teil der Burg soll weiterhin als Jugendhaus genutzt werden, wie die Geschäftsführerin für die kirchlichen Tagungshäuser, Annette Frenz, berichtet. Das reicht der EJHN nicht. Der Jugenddeligierte Steffen Batz schlägt den Synodalen deswegen vor, das Geld aus dem Verkauf der Jugendburg in ein „Haus für die evangelische Jugend" im Kloster Höchst zu investieren. Die Idee fand Zustimmung. Die Synode hat beschlossen, dass der Verkaufserlös der Kinder- und Jugendarbeit zugute kommen soll. 💰

Braucht Kirche Räume für Jugendliche?

Was denkst du: Braucht die Landeskirche eigene Räumlichkeiten für die Jugend? Tausche dich mit uns und der EJHN auf Social Media aus (Hashtag #jugendbrauchtRäume nicht vergessen). Auf: 

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