Vor sechs Jahren hat es in Hanau einen rechtsextremen Anschlag gegeben. Am 19. Februar ermordet ein Attentäter aus rassistischen Motiven neun junge Menschen und erschießt anschließend seine Mutter und sich selbst.
Am ersten Anschlagsort hat sich die „Initiative 19. Februar Hanau“ gegründet. Bei den Mahnwachen, Kundgebungen und Beerdigungen haben sich die Gründer*innen ein Versprechen gegeben: „Dass die Namen der Opfer nicht vergessen werden. Dass wir uns nicht allein lassen. Dass es nicht bei folgenloser Betroffenheit bleibt.“
Ferhat Unvar, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Vili Viorel Păun, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz, Gökhan Gültekin: Das sind die Namen der neun Opfer der Tatnacht. Damals wurde außerdem Ibrahim Akkuş schwer verletzt. Er starb am 10. Januar 2026 an den Spätfolgen der Tat, so die „Initiative 19. Februar Hanau.“
Hagen Kopp gehört zu den Gründungsmitgliedern. Er sieht die Bilanz zwiespältig: Kein*e Vertreter*in von Polizei, Behörden oder Politik wurde juristisch zur Verantwortung gezogen. Trotzdem habe die Initiative einiges bewegt. Sie hat den Druck erhöht, sodass es einen Untersuchungsausschuss im Hessischen Landtag gab.