Die Schüler*innen sitzen in einem Halbkreis um einen Tisch herum, auf dem religiöse Symbole wie eine Gebetskette, ein jüdischer Gebetsmantel oder ein Ramadan-Kalender stehen. Die 46-jährige Jasmina, die mit einem rosa-grau geblümten Kopftuch vor den jungen Erwachsenen sitzt, macht deutlich, dass alles, was sie über den Islam erzähle, ihre Perspektive sei und dass es sehr viele unterschiedliche Ausprägungen ihrer Religion gebe.
Petra und Jasmina erklären etwas über die unterschiedlichen Sitzordnungen von Männern und Frauen in Moschee und Synagoge. Diese sagen schon viel über die Ausrichtung einer Glaubensgemeinschaft aus.
Immer wieder geht es dabei auch um Vorurteile. Ein Schüler möchte wissen, was über den Islam häufig falsch verstanden werde. Jasmina antwortet, dass manche Menschen Äußerlichkeiten wichtiger nähmen als das Verhalten. Entscheidend sei nicht nur, wie jemand bete, sondern wie ein Mensch mit anderen umgehe.
Gemeinsame Wurzeln von Judentum und Islam
Sie sprechen über gemeinsame Wurzeln der Religionen und erzählen, dass sich Judentum, Christentum und Islam auf Abraham als gemeinsamen Stammvater berufen. Es geht auch um den Sabbat und den Ramadan, um das Beten im Islam, das fünfmal am Tag erfolgen soll. Jasmina betont, dass diese Zeit als kleine Ruhepause und als Abstand vom Alltag genutzt werden solle.