Wer in der Kirche aktiv ist, spürt die Veränderungen längst. Gemeinden schließen sich zusammen, Pfarrpersonen arbeiten im Team, Entscheidungen fallen nicht mehr nur vor Ort.
Der Begriff in der evangelischen Kirche dafür lautet: Nachbarschaftsraum.
Schon seit Jahren gibt es hierzu Beschlüsse, Papiere, lokale Entscheidungen und nun zeigt sich das ganz konkret:
Die EKHN nennt diesen Umbau „ekhn2030“. Die Kirche hat weniger Mittel als früher und deshalb werden beispielsweise Pfarrstellen reduziert oder die Verwaltung gebündelt.
Parallel wächst der Druck: Woran genau soll sich die Kirche orientieren? Wie sieht die Kirche der Zukunft aus? Was kann oder will sie noch leisten?
Zwischen 2021 und 2025 hat die EKHN mehr als 200.000 Mitglieder verloren. Neben den geplanten Einsparungen von 140 Millionen Euro bis 2030 werden weitere 75 Millionen Euro bis 2035 nötig.
Die Nachrichtenagentur epd beschreibt den Prozess vor allem als Reaktion auf diese Entwicklung: sinkende Mitgliederzahlen, steigende Sparziele und strukturelle Einschnitte.
Innerhalb der Synode wird das jedoch unterschiedlich bewertet. Veränderungen gelten „angesichts sinkender Mitgliederzahlen, enger werdender finanzieller Spielräume und wachsender Komplexität“ als „notwendig“. Entscheidend sei, dass Reformen nicht zum Selbstzweck werden, „sondern kirchliches Leben vor Ort stärken und ermöglichen.“
Die Idee: Trotz kleinerer Strukturen soll Kirche gesellschaftlich präsent bleiben. Ein Ort von Begegnung, woran vielerorts zeitgleich „mit großem Engagement“ in Nachbarschaftsräumen, neuen Kooperationsformen und „tragfähigen Lösungen“ gearbeitet werde.
Aktuell stehen innerhalb des Reformprozesses vor allem drei Themen im Mittelpunkt:
Dort, wo Strukturen stehen, geht es zunehmend um die Frage: Wie kann kirchliches Leben vor Ort neu gestaltet werden? Der Prozess verlaufe dabei nicht überall gleich schnell, sondern mit unterschiedlichen Herausforderungen in den jeweiligen Gemeinden.
Der Nachbarschaftsraum ist für die EKHN damit mehr als eine neue Struktur. Er ist der Versuch, eine kleiner werdende Kirche so umzubauen, dass sie trotzdem sichtbar bleibt.
Ob das gelingt, entscheidet sich nicht nur in Beschlüssen und auf Synoden, sondern in den Gemeinden selbst.
Beim Verfassen dieses Beitrags wurde ChatGPT als unterstützendes Werkzeug eingesetzt.