Mythen rund um Jesu Auferstehung

Ist Jesus wirklich von den Toten auferstanden?

Mythen rund um Jesu Tod
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Jesus ist von den Toten auferstanden? Wir stellen dir hier 3 alternative Mythen rund um Jesu Tod vor.

Stimmt das echt? Ist Jesus wirklich von den Toten auferstanden? Ich will hier nicht den christlichen Glauben in Frage stellen, aber diese Geschichte bietet doch genug Stoff für Mythen: Da wird ein Mann an Karfreitag gekreuzigt und an Ostersonntag steht er wieder von den Toten auf. Dieser Mann heißt Jesus. So erzählt es die Bibel.

Wie das sein kann, versucht nicht nur die Bibel zu erklären, sondern es gibt verschiedene andere Erklärungen. Drei Oster-Mythen rund um die Auferstehung stelle ich dir hier vor.

Mythos 1: Jesus war gar nicht tot am Kreuz

Kreuzigungsstätte Golgata mit Jesus am Kreuz
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Und jetzt gehen wir Mal einer sehr steilen These nach: „Jesus war nach seiner Kreuzigung gar nicht tot, sondern nur ohnmächtig.“ Der Historiker Johannes Fried, der unter anderem auch schon an der Uni in Frankfurt gelehrt hat, hatte mit dieser These für ziemlich großes Aufsehen gesorgt.

Lanzen-Stoß soll Jesus vorm Erstickungstod bewahrt haben

Der Historiker liefert eine medizinische Erklärung und sagt, Jesus sei am Ersticken gewesen. Er sei also ohnmächtig gewesen, wie in einer Art Narkose, und man habe ihn deshalb für tot gehalten, als man ihn vom Kreuz holte.

Ein römischer Soldat soll der Überlieferung nach eine Lanze in Jesus Brust gestoßen haben. Blut und Wasser flossen raus, heißt es da. Und in der Medizin rammen Ärzte ja auch Menschen, die am Ersticken sind, einen kleinen Schlauch in die Luftröhre, damit sie wieder atmen können. Für Johannes Fried ist das die Bestätigung: Jesus war nicht tot und konnte somit auch nicht wieder auferstehen.

Mythos 2: Jesus Leiche wurde aus dem Grab gestohlen

Jesus in seiner Ruhestätte
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Ja, wer könnte denn an so etwas Interesse gehabt haben? Vielleicht seine Familie oder die Jünger? Dieser Mythos legt zum Beispiel nahe, dass die Familie in Ruhe um Jesus trauern wollte und seine Leiche deshalb heimlich aus dem Grab geholt und an einen anderen Ort gebracht hat. So hätte die Familie, ohne vorher das Ausmaß ihrer Handlung zu ahnen, die gesamte christliche Geschichte beeinflusst.

Aber manche Kritiker sagen auch, die Jünger könnten Interesse daran gehabt haben, Jesus Leichnam zu klauen. Jesus hatte vor seinem Tod ja erzählt, er würde auferstehen, und so könnten seine Jünger dafür gesorgt haben, dass sich diese Geschichte auch bewahrheitet.

Mythos 3: Jesus liegt in einem Familiengrab

Auf einem Grabstein: Jesus, Maria & Josef
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Wie sehr uns solche Mythen und Geschichten in den Bann ziehen, zeigt ein Film von niemand geringerem als „Titanic“-Regisseur James Cameron! Der hat vor mehr als zehn Jahren eine ziemlich umstrittene Doku produziert: „Das Jesus-Grab“.

Im Mittelpunkt steht ein Familiengrab, das in den 1980er Jahren in der Nähe von Jerusalem entdeckt wurde und in dem unter anderem die Namen Josef, Maria und Jesus eingraviert gewesen sein sollen.

Klingt erstmal sehr spannend, aber der Film wurde von Kritikern ziemlich zerrissen. Die Namen seien kaum lesbar gewesen, könnten viel später eingraviert worden sein und außerdem seien es die am meisten verbreiteten Namen für Juden in dieser Zeit gewesen.

Und was ist jetzt zwischen Karfreitag & Ostersonntag passiert?

Was tatsächlich an Karfreitag und Ostersonntag passiert ist, lässt sich wissenschaftlich nicht klären. Die Bibel ist ja keine Aufzählung von Fakten, sondern eine Sammlung von Glaubenszeugnissen, aber ich finde es trotzdem spannend, was sich für Mythen um die Ostergeschichte ranken.

Euch jetzt erstmal frohe Ostern und hoffentlich versteckt der Osterhase viele leckere Eier für euch! 😉