A bis Z

Oster-ABC: Kennst du alle Begriffe?

Mann steht in Kirche, blickt fragend nach oben. Dabei hält er ein offenes Buch, wo er seinen Zeigefinger drauf gelegt hat.
gettyimages/4x6

Von A wie Auferstehung bis Z wie Zweifel. Unser Oster-ABC erklärt dir 26 Begriffe mit überraschenden Fakten. Finde heraus, welche du (noch nicht) kennst.

Weißt du, warum der Buchstabe X für Ostern wichtig ist? Oder was es mit dem Osterlachen auf sich hat? Unser Oster-ABC bringt dir 26 spannende Begriffe näher – von bekannten Traditionen bis zu kuriosen Fun Facts.

Auferstehung

Bibel

Christliches Fest

(Grün-) Donnerstag

Eier

Frauen

Golgatha

Hase

INRI

Jünger*innen

Karfreitag

Lamm

Mantel

Narzisse

Osterbräuche

Pontius Pilatus

Qualen

Rezepte

Sterben & Tod

Termin

Urlaub

Verrat

Wiedersehen

X - Symbol für Kreuz

Ysop

Zweifel

A - Auferstehung nach dem Tod

Die Auferstehung ist das zentrale Ereignis von Ostern. Der Glaube an dieses göttliche Wunder nimmt den Gläubigen die Angst vor dem Tod. Christ*innen können darauf vertrauen, dass auch ihr eigenes Leben nach dem Tod nicht zu Ende ist.

Ein Smartphone im Hintergrund, darauf der Chat.  Jesus (Freitag, 15 Uhr): Bin mal kurz weg. Jünger (15:01): WAS?! Jesus? Jüngerin (15:01): Er ist tot... Engel (Sonntag, 06:00): Jesus ist nicht mehr tot! Jüngerin (06:05): Das Grab ist LEER! Jesus (06:30): Frieden sei mit euch! Jünger (07:00): Halleluja
Canva/ Esther Stosch

Was bedeutet die Auferstehung zu Ostern?

Die Bibel erzählt, nach der Kreuzigung wurde Jesus in ein Grab gelegt. Doch Ostersonntag fanden seine Anhänger*innen das Grab leer vor.

Danach erscheint Jesus immer wieder seinen Jünger*innen. Er spricht und isst mit ihnen, ist ein Jesus zum Anfassen. 40 Tage lang bleibt er noch mitten unter den Menschen und fährt dann in den Himmel auf (Christi Himmelfahrt). Die Auferstehung symbolisiert den Sieg über den Tod und die Hoffnung auf ewiges Leben.

B - Ostern in der Bibel

In der Bibel steht die Geschichte von Jesus im Neuen Testament. Erzählt wird sie aus verschiedenen Blickwinkeln: Den Evangelien. So heißen die vier Bücher, die über Geburt, Leben und Tod von Jesus berichten. Darin findest du die Weihnachtsgeschichte und auch die Ostergeschichte

🔹 Matthäus (Kapitel 21-28)
Matthäus beschreibt, wie der Engel von der Auferstehung berichtet. In dem Evangelium geht es nicht nur um die ersten Begegnungen von Jesus mit seinen Jünger*innen. Er beschreibt auch die Reaktion der Hohepriester, denn die Grabwachen berichten ihnen von den Ereignissen. Sie vertuschen das Geschehene

🔹 Markus (Kapitel 16)
Von Markus erfahren wir, wie eingeschüchtert die Frauen sind, als sie ans offene Grab von Jesus kommen. Obwohl der Engel ihnen sagt, dass sie keine Angst haben sollen, sind sie so entsetzt, dass sie lieber schweigen.

Warum gibt es vier Evangelien?

Im Neuen Testament wird Jesus Geschichte viermal erzählt. Dabei stellt jedes Evangelium eine andere Sicht auf Jesus in den Mittelpunkt: Bei Matthäus geht es um Jesus als König der Juden, Markus beschreibt ihn als dienenden Menschen, Lukas betont Jesus als Menschensohn und Johannes offenbart Jesus als Sohn Gottes. 

Die ältesten Schriften enden hier. In späteren Abschriften wurde der Bericht ergänzt, dass Jesus als erstes Maria aus Magdala erschien. Die Jünger glauben ihr zunächst nicht. Aber die Geschichte wird bestätigt und der Auftrag erteilt: Die frohe Botschaft soll sich in der Welt verbreiten

🔹 Lukas (Kapitel 24)
Von Lukas kennen wir die berühmten Worte „am dritten Tag wird er von den Toten auferstehen“. Denn so steht es bereits im Alten Testament bei Moses, erklärt Jesus seinen Jüngern. Die Begegnung mit zweien von ihnen auf dem Weg zum Dorf Emmaus ist ein wichtiger Part in diesem Evangelium.

🔹 Johannes (Kapitel 20)
Johannes beschreibt die Angst von den Jüngern vor den Besatzern. Obwohl sie sich eingeschlossen haben, kommt der auferstandene Jesus in ihre Mitte. Gleich zweimal. Er zeigt ihnen seine Hände und Füße als Beweis. Auch die Zweifelnden kann er überzeugen. 

Jedes Evangelium zeigt eine eigene Facette der Ostergeschichte – zusammen ergeben sie ein vielschichtiges Bild.

C - Ostern ein christliches Fest

Beten vor dem gemeinsamen Essen
gettyimages/Viktoriia Hnatiuk

Du weißt, dass Ostern ein christliches Fest ist!? Yeah! Immerhin. Denn tatsächlich sind viele Menschen in Deutschland unsicher, worum es an Ostern eigentlich geht. 

Während für viele Ostern vor allem ein Familienfest ist (mit gutem Essen und gemeinsamer Zeit), steht für Christ*innen etwas anderes im Mittelpunkt: Die Auferstehung von Jesus. Für Gläubige ist Ostern noch wichtiger als Weihnachten! Denn es erinnert an den Sieg über den Tod und die Hoffnung auf ewiges Leben. 

Die Feiertage rund um Ostern (Karfreitag bis Ostermontag) haben ihren Ursprung in der Bibel ⏫. Während Karfreitag an die Kreuzigung erinnert, feiern Gläubige am Ostersonntag die Auferstehung – das Herzstück des christlichen Glaubens. Christus steht übrigens für die Übersetzung des hebräischen Wortes Messias (der Gesalbte).  Die Menschen, die an Jesus als Erlöser glauben, werden deswegen Christ*innen genannt.  

Kurz gesagt: Ohne die Auferstehung gäbe es kein Christentum. Und ohne Ostern kein Schokohasenfest!

D - Was passierte an (Grün-)Donnerstag?

Am Gründonnerstag erinnern Christ*innen an das letzte Abendmahl, das Jesus mit seinen zwölf Jüngern feierte. Er wusste zu dem Zeitpunkt bereits, dass Judas ihn verraten hatte und er sterben muss. Bei dieser Mahlzeit brach er das Brot, reichte Wein und sagte: „Das ist mein Leib, das ist mein Blut.“ 

Jesus Christus
gettyimages/etraveler

Diese Handlung ist eine wichtige Tradition im Christentum. Im katholischen Gottesdienst wird deswegen Eucharistie und im evangelischen Abendmahl gefeiert.

Der Name Gründonnerstag

Der Ursprung des Namens ist nicht eindeutig geklärt. Es gibt mehrere Ansätze: 

  • Es könnte vom mittelhochdeutschen „gronan“ oder „grînen“ (weinen, klagen) stammen und damit auf den bevorstehenden Tod von Jesus hinweisen.
  • Außerdem gab es alte kirchliche Bräuche, bei denen Büßer wieder zurück in die christliche Gemeinschaft aufgenommen wurden. 
  • Die Farbe könnte auch gemeint sein. Im Mittelalter entstand die Tradition, am Gründonnerstag Heilkräuter und grünes Gemüse zu essen. 

Wo ist Gründonnerstag ein Feiertag?

Nur in wenigen Ländern ist der Gründonnerstag ein gesetzlicher Feiertag. Dazu zählen:

  • Argentinien
  • Dänemark
  • Island
  • Kolumbien
  • Mexiko
  • Norwegen
  • Paraguay
  • Peru
  • Venezuela

In Deutschland ist er ein normaler Werktag.

Kurz gesagt: Am Gründonnerstag wurde das letzte Abendmahl gefeiert, Judas beging seinen Verrat – und Jesus bereitete sich auf seinen Tod vor.

E - Warum gibt es (Oster-)Eier?

Du denkst, das Osterei ist ein rein heidnischer Brauch? Eierpusten! 😉 Zwar gilt das Ei zwar schon seit Urzeit als Symbol für Fruchtbarkeit und neues Leben, doch auch das Christentum hat eigene Traditionen rund um das Osterei entwickelt.

Kinder beim Ostereier finden
gettyimages/FluxFactory

Was hat Ostern mit Eiern zu tun?

Früher (etwa im 8. Jahrhundert) galt ein strenges Fastengebot: Christ*innen durften in der Fastenzeit kein Fleisch und keine Eier essen. Da Hühner aber trotzdem legten, wurden die Eier gesammelt, gekocht und konserviert. An Ostern endete das Fasten, und die sogenannte Eierweihe signalisierte: Jetzt darf das Ei wieder auf den Teller! Priester segneten die Eier, weswegen sie besonders verziert oder gefärbt wurden – eine Tradition, die bis heute erhalten ist.

Kollege Sebastian hat hier 🔽 übrigens mal getestet, wie sich Eier am schnellsten pellen lassen. Na dann: Guten Appetit!

Ergänzender redaktioneller Inhalt von Youtube

Eigentlich haben wir hier einen tollen Inhalt von Youtube für dich. Wisch über den Slider und lass ihn dir anzeigen (oder verbirg ihn wieder).

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte von Youtube angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung

Wieso suchen wir Osteier?

Das Verstecken und Suchen von Ostereiern wird seit dem 17. Jahrhundert beschrieben. Vermutlich geht der Brauch darauf zurück, dass die geweihten Eier im Garten oder auf dem Feld versteckt wurden, um sie vor Diebstahl zu schützen. Das lässt sich aber heute nicht mehr belegen. Heute ist die Eiersuche vor allem ein Spaß für Kinder – und seit dem 19. Jahrhundert versteckt sie der Osterhase.

F - Frauen

Frauenpower
gettyimages/Youngoldman

Die Frauen rund um Jesus haben Mumm! Während die Männer sich ob der Ereignisse am Kreuz verkrümeln, bleiben einige Frauen bei Jesus, bis er gestorben ist.

Sie halten aber nicht nur seine Sterbestunde aus, sondern handeln auch! Zu Hause bereiten sie Balsam und Öl vor, um den Leichnam Jesu nach jüdischer Sitte zu salben. Als sie am Ostermorgen zum Grab kommen, ist es leer. Maria Magdalena, Johanna, Maria und die anderen Frauen laufen zu den Jüngern, um ihnen zu erzählen, was sie erlebt haben.

Mehr zu Frauen und der Auferstehung Jesu

Doch die halten ihre Schilderungen erst einmal für leeres Gerede. Nur Petrus läuft zum Grab, findet dort nur die Leinentücher und wundert sich. So erzählt es der Evangelist Lukas.

G - Golgatha: Der Ort der Kreuzigung

Der gekreuzigte Jesus
gettyimages/rudall30

Golgatha – auch Golgota oder Golgotha geschrieben – ist einer der bekanntesten Orte der Bibel. Hier wurde Jesus gekreuzigt. Der Name stammt aus dem Aramäischen und bedeutet Schädelstätte. Doch warum heißt es so?

Es gibt zwei mögliche Erklärungen:

  1. Der Hügel hatte eine schädelähnliche Form.
  2. Es war ein Hinrichtungsort, an dem Schädel und Gebeine der Gekreuzigten offen liegen blieben.

Fest steht: Golgatha lag vor den Toren Jerusalems, nahe der Stadtmauern – ein Platz, der für öffentliche Hinrichtungen genutzt wurde.

Wo genau liegt Golgatha?

Die genaue Lage ist umstritten. Viele Christ*innen glauben, dass sich Golgatha dort befindet, wo heute die Grabeskirche in Jerusalem steht. Archäologische Funde und Überlieferungen sprechen dafür, dass sich das Grab Jesu ganz in der Nähe befand – in einer Felsengruft.

Welche Bedeutung hat Golgatha für Christ*innen?

Für Gläubige ist Golgatha ein heiliger Ort. Hier nahm Jesus freiwillig das Leiden auf sich, um die Menschheit zu erlösen. 

H - Warum bringt der Hase die Ostereier?

Verkleidet an Ostern
gettyimages/izusek

Der wichtigste Gast an Ostern, sorry Jesus, ist der Osterhase. Doch warum bringt ausgerechnet ein Hase die Ostereier? 

Warum ist der Hase das Symbol für Ostern?

Hasen stehen seit Jahrhunderten für Fruchtbarkeit und neues Leben – passend zur Osterbotschaft von Auferstehung und Neubeginn. Sie sind Meister der Vermehrung: Ein Hasenweibchen kann bis zu 20 Junge pro Jahr bekommen. Kein Wunder, dass er in vielen Kulturen als Symbol für Leben und Wiedergeburt gilt.

Seit wann gibt es den Osterhasen?

Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem 17. Jahrhundert: In Deutschland erzählte man Kindern, dass ein Hase die Ostereier färbt und versteckt. Damals war Ostern noch bescheidener – statt Schokolade gab es echte, kunstvoll verzierte Eier.

Brief an den Osternhasen

Kinder können dem Osterhasen auch schreiben, und bekommen (garantiert) eine Antwort.

Brief vom Osterhasen Hanni Hase aus Ostereistedt 

Warum versteckt der Osterhase die Eier?

Es gibt mehrere Theorien:

Alte BräucheEier galten im Christentum als Fastenspeise und wurden zur Osterzeit gesegnet.

Geheime Gaben – Manche Historiker glauben, dass arme Familien Eier versteckten, um ihren Kindern eine Überraschung zu bereiten.

Verwechslung mit dem Kaninchen – In der christlichen Kunst wurde der Hase oft mit Keuschheit und Reinheit in Verbindung gebracht.

I - INRI die rätselhaften Buchstaben am Kreuz

INRI steht für „Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum‟
gettyimages/MoreISO

Auf dem Kruzifix findest du vier Buchstaben über dem Kopf von Jesus: INRI. 

Was heißt INRI?

Die vier Buchstaben stehen für vier Wörter: „Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum‟. Das ist Latein und heißt „Jesus von Nazareth, König der Juden‟. Diese Worte hat der römische Statthalter Pontius Pilatus auf das Kreuz geschrieben. Was für uns unverfänglich klingt, war damals so etwas wie das Urteil über Jesus. (Johannes 19,19)

Warum wurde Jesus gekreuzigt?

Die Römer verurteilten Jesus zum Tod, weil er sich als König bezeichnete. Das war in den Augen der Besatzer eine unglaubliche Frechheit. In den Evangelien wird erzählt, dass auch die jüdischen Hohepriester riefen: „Wir haben keinen König außer dem Kaiser.‟ 

Die römischen Soldaten verspotteten Jesus.

  • Sie legten ihm einen Purpurmantel um - die Farbe der Könige.
  • Sie setzten ihm eine Dornenkrone auf - eine grausame Parodie auf die echte Krone. 
  • Sie schlugen ihm ins Gesicht und riefen: „Sei gegrüßt, König der Juden!

J - Jünger und Jüngerinnen begleiten Jesus

Am Abend vor seinem Tod am Kreuz wusch Jesus Christus während des letzten Abendmahls seinen Jüngern die Füße.
gettyimages/rudall30

Jesus war ein Wanderprediger. Dabei war er nie alleine unterwegs. Seine Jünger*innen begleiteten ihn, hörten seine Lehren und verbreiteten seine Botschaft.

Frauen unter den Jüngern von Jesus?

Laut der Bibel folgten nicht nur Männer Jesus. Auch Frauen waren Teil seines Gefolges und spielten eine wichtige Rolle: Maria aus Magdala, Johanna, Susanna und viele weitere begleiteten ihn (Lukas 8,1-3). Sie unterstützten seine Mission geistlich und finanziell.

Die zwölf Jünger: Jesus engster Kreis

Die bekanntesten Jünger sind die zwölf Apostel. Jesus hatte sie persönlich berufen:

  1. Simon Petrus 
  2. Paulus
  3. Andreas Philippus
  4. Bartholomäus
  5. Matthäus
  6. Jakobus 
  7. Johannes
  8. Thomas
  9. Simon der Zelot
  10. Judas Thaddäus
  11. Jakobus der Jüngere
  12. Judas Iskariot (der Jesus verriet)

Die Männer hatten unterschiedliche Berufe, einige waren Fischer, andere Arbeite. Jesus ging zu ihnen hin und sprach sie direkt an: alles stehen und liegen lassen und mit ihm kommen. Krasse Vorstellung: Sie ließen alles hinter sich - Familie, Beruf, Heimat - und gingen mit Jesus auf eine ungewisse Reise.

K – Karfreitag: Der Tag des Gedenkens und der Trauer

Kreuzigung Jesus Christus
gettyimages/Liliboas

Der Karfreitag ist einer der bedeutendsten Tage im christlichen Kalender. Er erinnert an die Kreuzigung Jesu und seinen Tod auf dem Hügel Golgatha. Das Wort „Kar“ stammt aus dem Althochdeutschen „Kara“. Es bedeutet so viel wie Kummer, Klage oder Trauer. Der Tag markiert den Tiefpunkt der Karwoche, bevor die Feierlichkeiten der Auferstehung am Ostersonntag beginnen.

Ergänzender redaktioneller Inhalt von Youtube

Eigentlich haben wir hier einen tollen Inhalt von Youtube für dich. Wisch über den Slider und lass ihn dir anzeigen (oder verbirg ihn wieder).

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte von Youtube angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung

Wie wird Karfreitag begangen?

In vielen Kirchen bleiben deswegen die Kirchenglocken und Orgeln stumm. Wenn sich Christ*innen versammeln, lesen sie in der Bibel über den Leidensweg Jesu. In Hessen wird an manchen Orten der Kreuzweg nachgestellt. Oft gehen bei der ökumenischen Aktion Jugendliche in ihrem Ort einen bestimmten Weg und beschäftigen sich dabei mit dem letzten Weg von Jesus.

Viele Menschen essen außerdem an Karfreitag traditionell kein Fleisch, sondern Fisch. Das hat seinen Ursprung in der Fastenzeit: Der Verzicht auf Fleisch war ein Zeichen der Buße. Der Fisch hingegen gilt in der christlichen Symbolik als Zeichen für Jesus und seinen Glauben. Die 40-tägige Fastenzeit endet offiziell am Ostersonntag. 

Wurde Jesus ans Kreuz genagelt?

Es gibt Hinweise darauf, dass Jesus ans Kreuz genagelt wurde. Archäologische Funde, wie das Skelett eines gekreuzigten Mannes mit einem Nagel im Fersenbein, bestätigen, dass die Römer diese Methode anwandten. Die Bibel liefert ebenfalls Indizien: Johannes 20,24-29 berichtet von den Nägelmalen in den Händen. Allerdings könnten manche Verurteilten auch mit Seilen an den Balken gebunden worden sein. Historisch ist eine Kombination aus Nageln und Binden möglich.

Gesetzlicher „stiller Feiertag“

In Deutschland ist Karfreitag ein gesetzlicher Feiertag und zählt zu den sogenannten stillen Tagen. Das bedeutet: Sportveranstaltungen, Tanzveranstaltungen oder Partys sind meistens verboten. Diese Regel sorgt regelmäßig für Diskussionen und Proteste – vor allem von Veranstalter*innen und jungen Menschen.

Warum starb Jesus am Kreuz?

Nach christlichem Glauben starb Jesus für die Sünden der Menschheit, um den Weg zu Gott wieder freizumachen. Die Kreuzigung war eine Form der römischen Hinrichtung, die für Schwerverbrecher oder Aufständische reserviert war. Jesus wurde jedoch zu Unrecht verurteilt – und sein Tod gilt als Akt der Erlösung und Liebe.

L – Osterlamm: Symbol der Auferstehung und Reinheit

Das Osterlamm ist eines der ältesten und bedeutendsten Symbole des christlichen Glaubens. Es steht für

  • Reinheit
  • Unschuld und
  • die Auferstehung Jesu Christi 

Die Bezeichnung „Lamm Gottes“ (lateinisch: Agnus Dei) verweist auf Jesus selbst, der als unschuldiges Opfer am Kreuz starb, um die Menschheit zu erlösen.

Warum backen wir Ostern Lämmer?

Zu Beginn des Christentums wurden (wie auch im Judentum) Lämmer geschlachtet und zur Weihe unter den Altar gelegt. Es wurde als erste Mahlzeit nach der Fastenzeit am Ostersonntag zum Braten.  Der Lammbraten spielt heutzutage vor allem in der griechisch-orthodoxen Kirche noch eine Rolle. Das gebackene Osterlamm symbolisiert aber auch Jesus und seine Auferstehung. Und wenn du nichts davon magst: Schokoladenlämmer sind auch sehr lecker.

Das Osterlamm als Symbol geht auf das jüdische Pessachfest zurück, bei dem traditionell ein Lamm geopfert wurde. Laut dem Alten Testament wurde das Blut der Pessach-Lämmer beim Auszug aus Ägypten an die Türpfosten gestrichen, um die Israelit*innen vor dem Tod zu schützen. Auch Jesus feierte vor seiner Kreuzigung das Pessachmahl – das letzte Abendmahl (siehe Gründonnerstag).

In der christlichen Kunst ist das Osterlamm häufig mit einer Siegesfahne dargestellt. Diese Darstellung symbolisiert den Sieg Jesu über den Tod und seine Auferstehung. Auch die Osterbäckerei hat diese Tradition aufgegriffen.

Die tiefe Bedeutung des Osterlamms spiegelt die zentrale Botschaft von Ostern wider: Opfer, Erlösung und neues Leben.

M - Mantel: Warum Jesu Gewand verlost wurde

Die Römer während der Passion Christi
gettyimages/CatEyePerspective

Während Jesus am Kreuz stirbt, passiert am Fuß des Kreuzes etwas, das oft übersehen wird: Die römischen Soldaten verteilen seine Kleidung unter sich.

Die Evangelien berichten, dass sie die einzelnen Kleidungsstücke aufteilen. Ein Gewand jedoch ist ganz besonders: Es ist nahtlos gewebt, aus einem Stück gefertigt. Zu wertvoll, um es zu zerschneiden.

Welche Bedeutung hat Jesu Mantel heute?

Die biblische Szene, in der Soldaten das Gewand nicht zerschneiden, sondern verlosen, wird oft als Hinweis darauf verstanden, dass Gemeinschaft nicht teilbar ist. Das lässt sich auch auf unsere Zeit übertragen:

  • Einheit statt Spaltung
  • Würde des Menschen als unteilbar
  • Kritik an Gleichgültigkeit gegenüber Leid

Stattdessen losen sie aus, wer es bekommt (Johannes 19,23–24). Diese Szene greift eine ältere biblische Passage auf: „Schon teilen sie meine Kleider unter sich auf und losen um mein Gewand.“ (Psalm 22).

Die Geschichte zeigt mehr als nur ein Detail der Kreuzigung:

  • Die Soldaten handeln routiniert und ungerührt
  • Der sterbende Mensch gerät zur Nebensache
  • Besitz wird wichtiger als das Geschehen selbst

Das Gewand selbst bekommt später eine symbolische Bedeutung. Weil es nicht zerteilt wird, steht es in der christlichen Deutung für Einheit und Unversehrtheit.

N - Narzisse

Osterglocken
pixabay/Mabel Amber

Sobald Ostern näher rückt, tauchen sie überall auf: Narzissen, besser bekannt als Osterglocken. Ihr Name kommt nicht von ungefähr – sie blühen genau zur Osterzeit und prägen das Frühlingsbild in Gärten und Parks.

Warum ist die Narzisse ein Ostersymbol?

Die Pflanze folgt einem besonderen Rhythmus:

  • Nach der Blüte zieht sie sich komplett in die Erde zurück
  • Über Monate ist nichts mehr von ihr zu sehen
  • Im Frühjahr treibt sie plötzlich wieder aus

Genau dieses „Verschwinden und Wiederkommen“ macht sie zum Symbol für Auferstehung und neues Leben – zentrale Themen von Ostern.

Was steckt botanisch dahinter?

Narzissen sind Zwiebelpflanzen. Das bedeutet:

  • Die Zwiebel speichert Nährstoffe unter der Erde
  • So kann die Pflanze jedes Jahr neu austreiben
  • Sie gehört zu den frühesten Frühlingsblumen

Die bekannteste Variante ist die gelbe Osterglocke, aber es gibt auch weiße und zweifarbige Sorten.

Warum gerade Gelb?

Die typische gelbe Farbe steht in vielen Kulturen für:

  • Licht
  • Wärme
  • Neubeginn

Damit passt sie perfekt zur Osterbotschaft vom Übergang vom Tod zum Leben.

Kurz gesagt: Die Narzisse wird zur „Osterglocke“, weil sie jedes Jahr scheinbar verschwindet und neu aufblüht – ein starkes Naturbild für Auferstehung und Neubeginn.

O - Osterbräuche: Warum wir Eier werfen, Feuer rollen und Lämmer backen

Bemalte Eier gehören an Ostern einfach dazu
gettyimages/golero

Ostern ohne Bräuche? Kaum vorstellbar. Eier färben, verstecken, suchen – das gehört für viele einfach dazu. Doch dahinter steckt mehr als Deko und Kinderspaß.

Warum gibt es Osterbräuche?

Viele Traditionen sind älter als das Christentum und wurden später neu gedeutet. Sie verbinden:

  • Frühling (Natur erwacht)
  • Neues Leben (Eier, Hasen, Pflanzen)
  • Auferstehung (christliche Bedeutung)

Ostern ist damit eine Mischung aus Naturfest und religiösem Fest.

Klassiker: Eier färben & suchen

  • Eier stehen für Fruchtbarkeit und neues Leben
  • Früher waren sie während der Fastenzeit verboten – an Ostern durfte man sie wieder essen
  • Das Verstecken macht daraus ein Spiel, besonders für Kinder

Weniger bekannt: Verrückte Osterbräuche aus Deutschland

🥚 Ostereier-Weitwurf (Westerwald & Odenwald)

  • Rekord: 75 Meter in Horhausen
  • Regel: Ei darf nicht kaputtgehen
  • Im Odenwald werden sogar rohe Eier geworfen – inklusive „Eierdusche“

➡️ Familien treffen sich jedes Jahr – Tradition über Generationen hinweg

Ergänzender redaktioneller Inhalt von Youtube

Eigentlich haben wir hier einen tollen Inhalt von Youtube für dich. Wisch über den Slider und lass ihn dir anzeigen (oder verbirg ihn wieder).

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte von Youtube angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung

🔥 Feuerräderlauf (Hessen)

  • Über 500 Jahre alt
  • Brennende Räder rollen mit bis zu 60 km/h den Berg hinunter
  • Bedeutung: Winter vertreiben, Frühling begrüßen

🏃 Eierlage (Eifel)

  • Über 300 Jahre Tradition
  • Zwei treten gegeneinander an:
    • Läufer: rund 7,5 km Strecke
    • „Raffer“: sammelt 104 Eier ein
  • Wer schneller ist, gewinnt

Diese Bräuche zeigen: Ostern ist nicht nur still – sondern auch laut, sportlich und ziemlich kreativ.

Was bleibt gleich?

Egal ob Eierwerfen oder Osterlamm: Alle Bräuche drehen sich um eine zentrale Idee – Leben setzt sich durch.

P - Pontius Pilatus: Der Mann, der Jesus verurteilen ließ

Die Passion Christi in Castro Urdiales in Spanien
gettyimages/Bonilla1879

Pontius Pilatus war römischer Statthalter in Judäa - also der oberste Vertreter der römischen Macht vor Ort. Seine Aufgabe: Ordnung halten. Seine Rolle an Ostern: entscheidend.

Warum ist Pilatus so wichtig?

Pilatus trifft die Entscheidung, die alles verändert: Er lässt Jesus zum Tod verurteilen und kreuzigen.

Das Besondere: Laut den Evangelien hält er Jesus eigentlich für unschuldig. Doch er steht unter Druck:

  • Die religiösen Führer fordern ein Urteil.
  • Die Menschenmenge wird unruhig.
  • Ein Aufstand könnte seine Karriere kosten.

Also entscheidet er sich für den Machterhalt und gegen Gerechtigkeit.

Barabbas oder Jesus?

Pilatus stellt die Menge vor eine Wahl, Jesus freilassen oder den verurteilten Verbrecher Barabbas. Die Menge entscheidet sich für Barabbas. Pilatus gibt nach.

Ich wasche meine Hände in Unschuld

Nach dem Urteil lässt Pilatus sich angeblich Wasser bringen und wäscht demonstrativ seine Hände. Damit will er zeigen: „Ich bin nicht verantwortlich.“

Aus dieser Szene stammt die Redewendung: „Sich die Hände in Unschuld waschen.“

Historisch klar ist aber auch: Die Entscheidung lag bei ihm. Ohne Pilatus keine Kreuzigung.

Warum ist seine Rolle so widersprüchlich?

Pilatus steht für ein klassisches Dilemma: Er erkennt Unrecht, handelt aber aus Angst und Kalkül trotzdem anders.  Seine Entscheidung macht die Kreuzigung – und damit auch die Auferstehung – überhaupt erst möglich.

Q - Qualen am Kreuz

Jesus Christus am Kreuz
gettyimages/rudall30

Unvorstellbare Qualen bringt der Kreuzestod mit sich, den Jesus Christus erleiden musste. Die Kreuzigung war eine vor allem im Alten Orient und in der Antike verbreitete Hinrichtungsart. Der Sterbende sollte möglichst lange leiden.

Auf den Philippinen lassen sich einige Gläubige an Karfreitag selbst ans Kreuz nageln, um das Leid Jesu nachzuempfinden. Dieses fragwürdige Spektakel lockt jährlich viele Touristen an. Krass, oder!?  

R - Rezepte zu Ostern

Karotten-Muffins, Hasentorte, Osterzopf, Osterbrot und Lammbraten: An Ostern haben die Menschen viel Zeit zum Kochen und Backen. Typisch sind neben Eiern und Menüs vor allem die Backereien.

Backen an Ostern
gettyimages/jenifoto

Wurde einst als Symbol für die Auferstehung ein Lamm geschlachtet, backen es Familien heute aus Teig. Ein alter Oster-Brauch ist auch das Schenken von Köstlichkeiten: So gaben junge Menschen an Alte und Kranke früher das Osterbrot weiter. 

Heute werden Osterplätzchen, Hasen aus Hefeteig oder Eierlikör an Freunde und Familie verschenkt. Oft liebevoll dekoriert mit Marzipankarotten, Fondanthasen, Osternester-Toppings und jede Menge bunter Streusel. Da läuft einem doch glatt das Wasser im Mund zusammen.  

S - Sterben & Tod: Warum Ostern mehr ist als ein Abschied

Blumen für das Grab
gettyimages/RapidEye
Blumen für das Grab

Sterben bedeutet Verlust. Abschied. Ende. Doch Ostern setzt genau hier an und widerspricht: Der Tod hat nicht das letzte Wort.

Dunkelheit gehört dazu

Karfreitag steht für Schmerz, Verlust und Verzweiflung. Diese Erfahrungen prägen auch heute das Leben vieler Menschen: durch Krankheit, Krisen oder den Tod nahestehender Personen.

Auch die biblische Erzählung spart das nicht aus: Jesus erlebt Angst, Verzweiflung und Leid bis hin zum Tod am Kreuz. Christlicher Glaube blendet diese Realität nicht aus, sondern nimmt sie ernst.

Von der Dunkelheit ins Licht

Die Ostererzählung stellt dieser Erfahrung eine Hoffnung entgegen:

  • Nach dem Tod folgt Leben.
  • Nach der Verzweiflung kommt Zuversicht.
  • Nach dem Abschied steht die Idee eines „Wiedersehens“.

Diese Hoffnung zeigt sich sogar in der Alltagssprache: „Auf Wiedersehen“ verweist darauf, dass Menschen über den Moment hinaus denken – und hoffen.

Was Christ*innen glauben

Im Zentrum steht die Auferstehung Jesu:

  • Jesus stirbt am Kreuz.
  • Gott lässt ihn nicht im Tod.
  • Neues Leben beginnt.

Daraus entsteht eine zentrale Hoffnung des Christentums: Das Leben endet nicht mit dem Tod.

Der evangelische Theologe Volker Jung formuliert es für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) so: „Gott will nicht den Tod, Gott will das Leben.“ 

Warum das heute noch relevant ist

Diese Hoffnung wirkt bis heute:

  • Sie prägt Trauer- und Abschiedsrituale.
  • Sie kann Menschen in Krisen Halt geben.
  • Sie setzt einen Gegenpunkt zur Verzweiflung.

Christlicher Glaube versteht sich dabei nicht als einfache Antwort, sondern als Perspektive: Leben hat mehr Gewicht als der Tod.

T - Termin: Warum Ostern jedes Jahr woanders liegt

Wann ist eigentlich Ostern? Die kurze Antwort: Das Datum ändert sich jedes Jahr.

Der Grund liegt in einer Regel, die über 1.700 Jahre alt ist. Schon beim Konzil von Nicäa im Jahr 325 wurde festgelegt, wie Ostern berechnet wird: Ostern ist immer am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling. Als Frühlingsanfang gilt dabei fest der 21. März – unabhängig vom tatsächlichen astronomischen Zeitpunkt.

Mathematik
gettyimages/bowie15

Wie wird der Termin konkret bestimmt?

Die Rechnung kombiniert Sonnenjahr und Mondphasen:

  • Zuerst zählt der Frühlingsanfang (21. März)
  • Dann folgt der nächste Vollmond
  • Der darauffolgende Sonntag ist Ostersonntag

Deshalb kann Ostern frühestens am 22. März und spätestens am 25. April stattfinden. 

Warum ist das so kompliziert?

Das Christentum hat den Termin bewusst so festgelegt, um eine Verbindung zum jüdischen Passahfest herzustellen. Auch dieses richtet sich nach dem Mondkalender. Ostern bleibt dadurch ein „bewegliches Fest“ - anders als Weihnachten mit festem Datum.

Gibt es Unterschiede weltweit?

Ja.

  • Westliche Kirchen (katholisch, evangelisch) nutzen den gregorianischen Kalender
  • Orthodoxe Kirchen berechnen Ostern nach dem julianischen Kalender

Deshalb feiern sie Ostern oft an einem anderen Datum.

Und die berühmte Osterformel nach Carl Friedrich Gauß?

Wann ist Ostern 2026?

  • Gründonnerstag: 2. April 2026
  • Karfreitag: 3. April 2026
  • Ostersonntag: 5. April 2026
  • Ostermontag: 6. April 2026

Der Mathematiker Carl Friedrich Gauß hat im 19. Jahrhundert eine Formel entwickelt, mit der sich das Datum exakt berechnen lässt.

a = Jahr mod 4 
b = Jahr mod 7 
c = Jahr mod 19 
d = (19c + M) mod 30 
e = (2a + 4b + 6d + N) mod 7 

Formel für Berechnung des Ostertermins:  
f = (c+11d+22e)/451  

Ostersonntag = 22+d+e-7f. Wenn dieses Ergebnis größer als 31, so liegt Ostern im April. Dann muss folgende Formel benutzt werden: Ostersonntag = 22+d+e -7f-31 = d+e-7f-9 

Oder du schaust einfach in deinen Kalender. 😉

U - Urlaub: Warum Ostern perfekt für eine Pause ist

Stop and Go auf der Autobahn
gettyimages/TimSiegert-batcam

Sobald die Osterferien starten, geht’s los: Koffer packen, raus aus dem Alltag. Kein Wunder – Ostern liegt genau in einer Übergangszeit, die viele Möglichkeiten bietet.

Warum so viele an Ostern verreisen

Die Mischung macht’s:

  • Schulferien in fast allen Bundesländern
  • Mildes Frühlingswetter in vielen Regionen
  • Noch Schnee in den Bergen

Du kannst wählen zwischen Städtereise, Naturtrip oder letzter Skiurlaub

Günstig verreisen – oder besser: zuhause bleiben

Reisen rund um Ostern ist oft teuer. Flüge und Unterkünfte ziehen an. Die Alternative: Urlaub zuhause.  Und der kann mehr als gedacht.

Mit ein paar einfachen Ideen werden aus freien Tagen echte Erholung:

  • Mini-Auszeit planen: Handy weg, Termine streichen, bewusst freie Zeit blocken
  • Natur nutzen: Parks, Wälder oder Seen in deiner Umgebung neu entdecken
  • Traditionen neu denken: Osterbrunch, Spaziergänge, kleine Rituale mit Freund*innen
  • Ostergottesdienste besuchen: Viele Gemeinden bieten besondere Feiern an – von der Osternacht bis zum Sonnenaufgangsgottesdienst
  • Stadt neu erleben: Museen, Cafés oder Orte besuchen, für die sonst keine Zeit bleibt
  • Digital Detox ausprobieren: Weniger Bildschirm, mehr echte Pausen

Oft ist nicht der Ort entscheidend, sondern wie bewusst du die Zeit nutzt.

Warum sich das lohnt

Urlaub zuhause spart nicht nur Geld:

  • Weniger Stress durch Anreise
  • Mehr Flexibilität
  • Mehr Zeit für dich und dein Umfeld

V - Verrat

Beim letzten Abendmahl sagt Jesus seinen Jüngern, dass einer von ihnen ihn verraten werde. Traurig fragt ihn einer nach dem anderen, ob er es denn sein werde.

Auf der Suche
gettyimages/Marjan_Apostolovic

Ist das ein Zeichen für Selbstkritik oder mangelndes Vertrauen in ihren Glauben? 

Die Evangelisten setzen noch eins drauf: Alle Jünger werden sich von Jesus abwenden. Am Ende ist es Judas, der ihn verrät. Doch der bereut sofort, gibt den Lohn für die böse Tat, den Judas-Lohn, zurück, möchte die Tat ungeschehen machen.

Geht leider nicht. Und seinem schlechten Image hilft das kaum. 

W - Wiedersehen

Ein Abschied
gettyimages/Mixmike

 „Auf Wiedersehen“ - hast du mal gezählt, wie oft du das in deinem Leben schon gesagt hast? Zum Beispiel an der Supermarktkasse oder der netten Arzthelferin am Telefon. Die Worte sind fast zu einer Floskel geworden.

Dabei haben sie für Christinnen und Christen eine tiefgehende Bedeutung: Sie glauben tatsächlich, dass es ein Wiedersehen gibt. Mit ihren Liebsten. Und zwar nicht heute und morgen. Sondern auch nach dem Tod.  

X - Symbol für das Kreuz

Das christliche Kreuz
gettyimages/bortonia

Das X steht für den 22. Buchstaben im griechischen Alphabet (Chi). Er steht als Abkürzung für die griechische Schreibweise von Christus, was wiederum vom hebräischen Messias abstammt. 

Aber das X steht auch für das Kreuz – von A wie das Andreaskreuz an Bahnübergängen bis Z wie „’zefix“, wenn der Bayer flucht. Das Kreuz galt als eine besonders grausame Hinrichtungsmethode in der Antike. Aber welche Hinrichtungsmethode ist eigentlich nicht grausam? Der Tod trat nach Stunden, mitunter sogar erst nach Tagen zumeist durch Kreislaufkollaps ein. Diese Qualen waren beabsichtigt und sollten der Abschreckung dienen (siehe Q - wie Qualen). Befürworter der Todesstrafe glauben den Blödsinn der Abschreckung bis heute

Y - Ysop

Die Ysop-Blüte schmeckt gut im Bauernsalat
pixabay/Annie_Bananie42

Ysop – zugegeben, den Zuschlag hat der Ysop nur wegen des Anfangsbuchstaben seines Namens bekommen, aber es wird auch heute noch als Heil- und Küchenkraut eingesetzt.

Es soll Fett verdaulicher machen und passt deswegen zu Eierspeisen oder deftigen Eintöpfen. Der Geschmack ist würzig und eher etwas bitter.   

Jesus soll es am Kreuz kurz vor seinem Tod bekommen haben (Johannes 19,28-30). Es wurde in der Kirche früher gemeinsam mit Weihrauch eingesetzt.  

Ergänzender redaktioneller Inhalt von Youtube

Eigentlich haben wir hier einen tollen Inhalt von Youtube für dich. Wisch über den Slider und lass ihn dir anzeigen (oder verbirg ihn wieder).

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte von Youtube angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung

Z - Zweifel an der Auferstehung

Jesus ist nicht tot geblieben. Das ist die Osterbotschaft, und das ist so unglaublich, dass es schon früh Zweifel daran gab. Sogar unter den Jüngern. Thomas hatte das erste „Wiedertreffen“ von Jesus verpasst und konnte es sich nicht vorstellen. Aber der stigmatisierte Jesus überzeugte ihn. 

Autor*innen: Stefanie Bock, Carina Dobra, Renate Haller, Andrea Seeger, Nils Sandrisser, Esther Stosch, Wolfgang Weissgerber (Beim Überarbeiten dieses Beitrags wurde die KI ChatGPT als unterstützendes Werkzeug eingesetzt.)