von Günter Schenk
„Helau“ ist einer der bekanntesten Narrengrüße im Fasching. Der genaue Ursprung ist nicht bekannt, aber es existieren frühe Belege und mehrere plausible Erklärungen. Sie führen in die Sprachgeschichte, regionale und kirchliche Bräuche. In diesem Artikel erfährst du, woher die Ausrufe Helau und Halleluja kommen und was sie gemeinsam haben.
Die ältesten Belege für das Wort Helau
- Früher Beleg: Ein Tiroler Dokument aus dem Jahr 1603 nennt „Hellau …“. Ob der Spruch damals wirklich zur Fastnacht gehörte, lässt sich nicht verifizieren.
- Organisierter Karneval (19. Jh.): Im Rheinland taucht „Helau“ später konkret im städtischen Brauchtum auf. Zum Beispiel in Düsseldorf gibt es frühe Nennungen im 19. Jahrhundert.
- Mainz: Mainz übernimmt „Helau“ nach Berichten in den 1930er Jahren aus Düsseldorf; eine Lokalzeitung schildert 1937 entsprechende Rufe.
- Theorien: Forschende und Brauchtumskundige diskutieren drei Linien: Rufwörter („Holla/Hallo“), mögliche Modeeinflüsse („Hello“) und eine mögliche Ableitung aus „Halleluja“.
„Hellau und a luckh drau, /Mir ist wohl wie der dicksten Sau", hieß es 1603 in einem Dokument aus Tirol. Es ist der bislang älteste Beleg für das Wort Helau und vielleicht auch dafür verantwortlich, dass einige den Narrengruß fälschlicherweise noch immer mit Doppel-l schreiben. Gefallen sei der Spruch unter anderem im Rahmen einer Faschingsfeier, doch verifizieren lässt sich das nicht.
Woher kommt das Wort Helau?
Seitdem wurde immer wieder über die Herkunft des Wortes spekuliert.
- Es erinnert klanglich an Kinder- oder Hirtenrufe wie Holla oder Hallo.
- Das englische Hello klingt ähnlich und wurde in jenem ersten Abschnitt des 19. Jahrhunderts Mode wurde, als der Karneval wie in Düsseldorf zu seiner organisierten Form fand.
- 1833 tauchte das Wort dort bei Erwähnung eines Maskenspiels auf, das die „Verlobung des Hanswursten unter Helau und Habuh mit Anna Dorothea Petronella Weichbusen“ feierte.