Du steigst aus der U-Bahn und am Eingang sitzt eine Frau mit einem leeren Becher. Du schaust verschämt weg und gehst schnell vorbei. Erkennst du dich wieder? Stellst du dir auch die Frage: Sollte ich helfen? Und wenn ja, was ist richtig?
Tatsächlich leben in Deutschland Millionen Menschen unter der Armutsgrenze – manche von ihnen betteln, andere sammeln Pfand, von anderen würdest du es niemals erwarten. Aktuelle Daten vom Statistischen Bundesamt aus dem Mikrozensus 2025 zeigen, dass etwa 16,1% der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze leben. Besonders betroffen sind Alleinlebende, Alleinerziehende und Menschen ohne Arbeit.
Wenn du konkret etwas tun willst, hier sind 5 Tipps, wie du helfen kannst.
Wenn du dich vor Ort engagierst, siehst du unmittelbar, was deine Hilfe bewirken kann. Du kommst mit Menschen ins Gespräch, lernst ihre Geschichten kennen und kannst ganz konkret dazu beitragen, ihren Alltag zu erleichtern.
So ist die Tafel eine der wichtigsten Initiativen für arme Menschen. Sie ist rund 970 Mal in Deutschland vertreten.
Sie will überschüssige Lebensmittel retten und sie an Menschen weitergeben, die sich diese sonst nicht leisten könnten. Dabei sind die Tafeln stark auf ehrenamtliche Helferinnen und Helfer angewiesen. Du kannst dort zum Beispiel:
Die Tafel ist aber nur eine Möglichkeit. Die Organisation Aktion Mensch empfiehlt beispielsweise Freiwilligenagenturen. Außerdem gibt es oft Nachbarschaftsnetzwerke für verschiedene Regionen.
Auch die Kirche unterstützt Menschen in finanzieller Not. Das kann ganz praktisch passieren, etwa bei der Schuldnerberatung oder mit Sozialkaufhäusern, aber auch mit extra Angeboten für Menschen, die besonders stark belastet sind. Etwa die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau verweist auf spezielle Treffs, Beratungen oder Kuren, um den Alltag, Stress und finanzielle Sorgen zu meistern.