neu beginnen

3 Frauen nutzen die Corona-Pandemie für einen Neuanfang

Collage mit 3 Frauen
Fotos: privat/ Collage: Esther Stosch

Etwas verändern – gerade in den unsicheren Zeiten der Corona-Pandemie kein einfaches Wagnis. Unsere Reporterin Lara hat drei Frauen getroffen, die etwas Neues begonnen haben.

Corona hat so vieles in unserem Leben verändert und zumindest zeitweise auf den Kopf gestellt. Ich habe in Mainz drei junge Frauen getroffen, die dem Ganzen, trotz Rückschlägen, etwas Positives abgewinnen können. Sie haben einen Neustart gewagt: im Job, privat oder auch für die Gesundheit.

Es gibt wieder eine Perspektive und eine neue Aufgabe

Natalie Will
privat

Natalie hat in der Reisebranche gearbeitet. Sie war monatelang in Kurzarbeit. Bis sie Mut gefasst und sich einen neuen Job gesucht hat.

Ich gehe einfach gerne auf die Arbeit, ich mag die Reisebranche und meine Kollegen und habe Freude an dem, was ich mache. Von heute auf morgen ist das auf einmal so weggebrochen. Ich habe mich nicht mehr gebraucht gefühlt. Morgens dachte ich manchmal, wenn der Wecker geklingelt hat: „Wofür soll ich jetzt eigentlich aufstehen?!“

Ich bin ja erst seit ein paar Jahren im Arbeitsleben, motiviert und zu jung, um nichts zu tun.

Als ich auf einmal den neuen Vertrag in den Händen hatte und gesehen habe, es gibt wieder eine Perspektive und eine neue Aufgabe, habe ich gemerkt, wie innerlich ein Druck weggegangen ist. Und jetzt freue ich mich einfach auf den Neustart bei meinem neuen Arbeitgeber in einer Digitalagentur.

Ich konnte so aktiv sein wie noch nie.

Aline Langer auf dem Tennisplatz
privat

Anne hat während Corona das Tennisspielen für sich entdeckt.

Ich habe während der Schulzeit ein paar Jahre Tennis gespielt und danach ist das leider etwas verloren gegangen. Am Anfang von Corona war es schwierig, wieder einen Platz zu finden. Viele Vereine haben keine Gastspieler genommen und ihren Betrieb nur unter strengen Regeln wieder aufgenommen.

Als dann wieder Sport draußen erlaubt war, habe ich mit drei Freundinnen gemeinsam sofort losgelegt. Durch Corona hatten wir auch alle mehr Zeit und konnten ein bis zwei Mal die Woche zusammen spielen. Normalerweise bin ich beruflich viel unterwegs und schlafe oft in Hotels. Während Corona konnte ich in meinem Job viel online erledigen und auf einmal viel Sport machen, wandern gehen und so aktiv sein, wie noch nie.

Wir haben jetzt den ganzen Sommer lang Tennis gespielt und es macht wirklich total Spaß. Ich will auf jeden Fall weitermachen.

Jetzt rede ich über Dinge, die ich nie für möglich gehalten hätte.

Aline Leber
privat

Aline aus Mainz und ihr Freund Sebastian haben Familienzuwachs: Kurzhaardackel Lisbeth

Unsere Lisbeth ist seit Anfang Juli bei uns. Sie hält uns ganz schön auf Trab. Ganz alleine hätte ich mich diesen mutigen Schritt wohl nicht getraut, aber mein Freund war die treibende Kraft.

Ich bin jetzt eine absolute Hunde-Mutti und rede über Themen, bei denen ich dachte, ich als „normaler Mensch“ würde das nie tun. Aber wir sind super happy, dass Lisbeth da ist. Sie ist ein freches Ding.