Blog: PandeMOMtobe

Nur noch wenige Wochen bis zum Mutterschutz

Charlotte Mattes moderiert bei Harmony FM
Charlotte Mattes

Mit dem zweiten Kind im Bauch ist der Fokus häufig nicht so sehr auf der Schwangerschaft und dem Baby, wie in der ersten. Die Hektik des Alltag, der Job, das große Kind, der Haushalt lassen die Schwangerschaft manchmal in den Hintergrund geraten. Deshalb sind Pausen zum Durchschnaufen sehr wichtig, merkt unsere schwangere Autorin Charlotte.

Es geht alles langsamer voran. Stress ertrage ich aktuell gar nicht. Ich lasse ihn auch kaum zu. Ich laufe langsamer und ja, manchmal denke ich auch langsamer. An einem freien Tag nur für mich, merke ich, wie wichtig diese Pause für mich ist.

Teil 7 von PandeMOMtobe

„DU gibst das Tempo vor!“

Ich treffe mich mit einer lieben Arbeitskollegin, die ich lange nicht gesehen habe. Wir gehen gemeinsam frühstücken. Nach dem Hallo, sagt sie sofort mit liebevollem Blick auf meinen Bauch: „Du gibst das Tempo vor“.

Ich bin erst etwas erschrocken, weil ich mich morgens momentan eigentlich noch recht fit fühle. Es erinnert mich aber auch wieder daran, dass ich in „besonderen Umständen“ bin. Denn das vergesse ich manchmal im Trubel des Alltags.

Also laufen wir, in meinem Tempo, zu einem Café und bringen uns auf den neuesten Stand. Dieses Treffen ist das erste für mich, seit der Corona-Krise, das innen stattfindet, weil es draußen kaum Plätze gibt.

Mir ist nicht so wohl dabei, weil die Ansteckung durch Aerosole ja innen wahrscheinlicher ist. Aber die Fenster sind weit geöffnet und außer uns sind nur noch zwei andere Tische besetzt. Also tragen wir unsere Daten ein und genießen unser Frühstück.

Dieser freie Tag tut gut.

In letzter Zeit sind solche privaten Treffen weniger geworden, gerade ohne Kind. Meistens sind es dann Treffen auf dem Spielplatz, im Freien, die auch toll sind und Spaß machen, aber zu einem richtigen Gespräch kommt es ja doch nicht, wenn die Kinder rumspringen, etwas zeigen wollen oder Hilfe beim Klettergerüst brauchen. Denn auch andere Mütter sind alarmiert, was Corona angeht und wollen unter keinen Umständen auch andere Krippen-Kinder und deren Eltern gefährden, weil wir uns mit den Kindern indoor treffen.

Seit langem habe ich mal wieder etwas Zeit für mich, ein freier Tag, ohne viele Pläne, nach einem anstrengenden Wochenende. Ich moderiere live, nach wie vor, die Sendung am Sonntagmorgen bei Harmony.fm, von 8-10 Uhr.

Die Moderation ist eine meiner Lieblingsaufgaben im Job. Meine Kleine im Bauch hüpft auch manchmal mit, wenn ich die 80er laut aufdrehe. Trotzdem merke ich, dass ich etwas kurzatmig werde und mich die Sendung viel mehr anstrengt als sonst.

Vorfreude auf das künftige Nest zuhause

Aber dieser freie Tag im Spätsommer gibt mir Kraft, ich kann abschalten und nach dem Frühstück bei einem schönen Spaziergang die Ruhe genießen. Meine Gedanken schweifen ab, ich denke an Ende Oktober, dann bin ich schon in Mutterschutz und es wird wieder ein ganz anderer Alltag auf mich warten.

Die Arbeit wird sich dann wieder ins Häusliche verlagern. Die Strukturen werden ganz andere sein, beziehungsweise müssen erst gefunden werden. Wenn das Baby da ist, werden die Nächte von vielen Unterbrechungen geprägt sein.

 

Es wird ein neuer Mensch bei uns einziehen.

 

Und ich darf diesem kleinen Mädchen beim Wachsen zusehen, ihm Liebe geben und mich voll und ganz auf sie konzentrieren, jedenfalls solange die Große in der Krippe ist.

Ich freue mich sehr auf diese besondere Zeit und denke, dass ich sie dieses Mal ruhiger und gelassener angehen kann, als bei meiner ersten Tochter. Die sechs Wochen Mutterschutz werde ich dafür nutzen, mich innerlich auf die Geburt vorzubereiten, Yoga zu machen und die Wohnung noch schön herzurichten. Das wird eine besondere Zeit.