Live im Radio

Diese Nachwuchsreporter:innen berichten vom Kirchentag

Nachwuchsreporter:innen von Heavenradio
indeon.de

Zum Ökumenischen Kirchentag lässt heavenraDIO den Nachwuchs sprechen. Bei einem Reporter:innenprojekt besteht die komplette Redaktion aus jungen Radiotalenten. Hier stellen wir dir ein paar von ihnen vor.

Angefangen hat HeavenRadio mit einer Ausschreibung. Gesucht wurden junge Menschen, die radiobegeistert sind und Lust haben, während des Ökumenischen Kirchentages ein Live-Radio-Programm zu machen. Die jungen Radioreporter:innen, die dieses Jahr auf der UKW-Frequenz 92,9 bei heavenraDIO zum Kirchentag berichten und moderieren, kommen aus ganz Deutschland.

Der Kirchentag live im Radio

Du kannst heavenraDIO live im Radio hören. Entweder auf der UKW-Frequenz 92.9 in Frankfurt, Offenbach, dem Taunus und der näheren Umgebung, oder im Livestream auf www.heavenradio.net. Ab Dienstag, den 11. Mai sendet heavenraDIO aus dem Studio des evangelischen Medienhauses in Frankfurt. Das Projekt endet dann wieder der Kirchentag am späten Samstagabend, dem 15.05.2021.

HeavenraDIO ist übrigens ein Radiosender der Arbeitsgemeinschhaft evangelischer Rundfunk, bei dem alle Kirchenredaktionen der Privatradiosender in Deutschland zusammenarbeiten. Das bedeutet, dass viele Beiträge des jungen Nachwuchses auch deutschlandweit bei den großen Privatsendern im Radio gespielt werden.

Wegen Corona stand das Projekt teilweise sogar fast vor dem Aus. Eigentlich sollte alles vor Ort stattfinden in Frankfurt. Jetzt wird Heavenradio - wie auch der Kirchentag - digital und dezentral organisiert. Das heißt: Die Teilnehmer:innen haben sich bisher größtenteils nur über Video-Konferenzen online gesehen. Dort haben auch alle gelernt, wie genau Radio eigentlich funktioniert. Und so wird auch die Sendewoche während des Kirchentages ablaufen: Hauptsächlich online! Hier stellen wir dir ein paar der jungen Radiomacher:innen vor. Was bewegt sie, am Projekt teilzunehmen und was bedeutet ihnen das Radio und der Kirchentag?

Tabea Czaja: „Ich möchte weltbewegende Themen beleuchten“

privat
Tabea studiert Kulturwissenschaften und schätzt es sehr, dass die Kirche sich gesellschaftlich klar positioniert.

Ich persönlich freue mich auf das schillernde Angebot des dezentralen Ökumenischen Kirchentages. Da ich Kulturwissenschaften studiere, steht für mich vor allem das Entdecken einer kirchlichen und gesellschaftlichen Veranstaltung im Vordergrund. Ich schätze sehr, dass die Kirche das Thema Ökologie und die Frage nach einem verantwortungsvollen Handeln in der Weltgemeinschaft aufnimmt und mit dem Kirchentag Raum für Diskussion und Dialog bietet.

Aber ich sehe im Radioprojekt auch eine riesige Chance, mein Wissen durch die Praxisphase zu vertiefen und zu festigen. Ich freue mich nicht nur, hinter die Kulissen des Redaktionsalltages zu schauen, sondern auch die Möglichkeit zu haben, mich journalistisch auszuprobieren. Durch heavenraDIO möchte ich gerne weltbewegende Themen beleuchten. Ich möchte auch Denkanstöße vermitteln und gleichzeitig mit einem  spannenden Programm aus geistlichen Angeboten und kultureller Vielfältigkeit unsere Zuhörer:innen unterhalten.

Christian Spangenberg: „HeavenRadio bietet mir die größte Möglichkeit mich beruflich weiterzuentwickeln“

privat
Christian hat schon mit 10 Jahren angefangen, Radio zu machen.

Ich mache schon seit vielen Jahren Radio. Der „Radiovirus“ hat mich mit 10 Jahren erfasst. HeavenraDIO bietet mir nun die bisher größte Möglichkeit, mich weiterzuentwickeln. Das erste Mal auf UKW-Frequenz moderieren zu dürfen, ist für mich ein echter Traum. Zum ersten Mal auf dem Kirchentag war ich übrigens 2018. Moment… 2018 war doch gar kein Kirchentag, oder? 

Doch: In Weilburg. Dort fand der Jugendkirchentag der EKHN statt. Der Ökumenische Kirchentag in diesem Jahr bietet viele Möglichkeiten, digital miteinander in Kontakt zu treten. Das Tolle an Radio ist für mich, Bilder in Worte zu fassen, so dass sich die Zuhörenden das Geschilderte bildlich vorstellen können. Ich bin sehr gespannt auf unser Liveprogramm zum Ökumenischen Kirchentag. Das Motto dieses Jahr lautet ja „Schaut hin“. In unserem Fall sollte ich wohl eher sagen: „Hört hin!“ 

Felix Fromm: „Mich reizt es, digital zu arbeiten, ohne, dass wir uns vorher getroffen haben“

privat
Felix mag es, im Radio nur durch Worte Bilder im Kopf entstehen zu lassen.

Ich bin Felix, 24 Jahre alt und als Nachrichtensprecher und Reporter beim Kirchentag mit dabei. Warum ich Radio machen will? Weil ich es spannend finde, Themen so aufzubereiten, dass sie nur durchs Erzählen verstanden werden, ohne ein Bild dazu vor Augen zu haben. Und weil gerade beim Radio die richtigen Worte so entscheidend sind, um die Zuhörer:innen zu erreichen. Es kann dabei super viel mit der Sprache gespielt werden.

Beim diesjährigen Kirchentag reizt mich die Herausforderung, gemeinsam mit den anderen Kolleg:innen aus ganz Deutschland vor allem digital zu arbeiten, ohne sich vorher mal vor Ort getroffen und kennengelernt zu haben. Radio aus dem Homeoffice – wer weiß, vielleicht kann das ja auch zukünftig ein Modell werden, wenn es jetzt funktioniert? Trotzdem freue ich mich auch darauf, wenigstens ab und an mal im Studio stehen zu dürfen und den ein oder anderen persönlich zu treffen.  

Imke Sürmann: „Es ist spannend, wie Kirche und Radio miteinander verknüpft werden“

privat
Imke studiert Theologie und findet es spannend, wie sehr Kirche und Radio miteinander verknüpft werden.

Ich bin Imke, 22 Jahre alt und studiere Theologie in Leipzig. Ich habe letztes Jahr ein Praktikum in der Kirchenredaktion vom Radio PSR gemacht. Es war richtig spannend, mitzukriegen, wie dort Kirche und Privatradio miteinander verknüpft werden! Deswegen freue ich mich sehr, durch das heavenraDIO-Projekt noch tiefere Einblicke in den Journalismus zu bekommen und im Team richtig kreativ zu werden.

Besonders toll finde ich an der Kirche den Gemeinschaftsaspekt!Wie können wir unser Miteinander bewusst und wertschätzend gestalten? In was für einer Gesellschaft wollen wir leben? Das sind Fragen, die sich durch die ganze christliche Geschichte ziehen und gleichzeitig für die Zukunft immer relevant bleiben werden. So vielfältig wie wir Menschen, so vielältig sind auch die Themen und Antworten! Auf dem Kirchentag und in seinem bunten Programm ist das besonders deutlich zu spüren.  

Niklas Jenny: „Ich wollte einfach mal was Neues ausprobieren“

privat
Nach seiner Mitarbeit bei der Schülerzeitung und einem Praktikum in der Lokalzeitung möchte Niklas mal Radio ausprobieren.

„Einfach mal was Neues ausprobieren!“ Das war wohl mein erster Gedanke, als ich mich vor gut einem Jahr um einen Platz im Redaktionsteam von heavenraDIO beworben habe. Bisher hatte ich vor allem für die Schülerzeitung geschrieben und ein Praktikum beim lokalen Tagesblatt gemacht. Aber wie soll ich mich weiterentwickeln, wenn ich nur in dem Bereich bleibe, den ich eh schon kenne und ja, vielleicht auch ein Stück weit beherrsche?

Als mich unser Gemeindepfarrer auf den Kirchentag und das damit verbundene Projekte hingewiesen hatte, dachte ich mir: „Warum eigentlich nicht?“ Der Enthusiasmus kam erst beim Schreiben der Bewerbung. Ich wusste nicht so recht, wo ich anfangen sollte, also habe ich über den vorherigen Kirchentag in Dortmund recherchiert. Aus der Masse der Infos ist mir vor allem eine Nachricht vorgestochen. Die Petition zum Kauf der Sea-Watch 4! Damals in Dortmund verabschiedet und heute auf dem Mittelmeer unterwegs, um Menschen vor dem Ertrinken zu retten.

Der Kirchentag hat Bedeutung, er ist mehr als relevant. Er ist Begegnungs- und Entscheidungsort.Für einen Journalisten ist das optimal, er könnte gar nicht näher an der Informationsquelle sitzen. Auch und besonders UM kritische Fragen zu stellen.