Weihnachtsaktion

Erlösergemeinde Oberrad verwandelt Kirche in Sternenhimmel

1001 Stern für die Erlöserkirche Oberrad
Carina Dobra
Mehr als 1.000 selbstgebastelte Sterne hängen an der Decke der Erlöserkirche in Frankfurt-Oberrad.

Um den Menschen während Corona eine Freude zu machen, hängen in der Erlöserkirche in Frankfurt-Oberrad 1.001 selbstgebastelte Sterne.

1001 Stern für die Erlöserkirche Oberrad - Sterne und Orgel
Julian Held
Der Sternenhimmel in der Erlöserkirche Frankfurt-Oberrad soll an den Stern von Bethlehem erinnern.

Es glitzert, funkelt und leuchtet in der Erlöserkirche in Frankfurt-Oberrad. Draußen ist es kalt, ungemütlich und düster. Schon von der Straße aus scheint es hell durch die Tür der Kirche. Drinnen sitzt Johanna Bergner an einem großem, eckigen Tisch zwischen Scheren, Kleber, Streuglitzer und Pappe in weihnachtlichen Farben wie Gold und Rot. Gerde beklebt sie einen kleinen silbernen Papierstern sorgfältig mit Glitter. 

Familien und Kinder erfreuen sich am Sternenhimmel

Immer wieder kommen Passanten von draußen rein, fragen was es mit den Sternen auf sich hat. Meistens sind es Eltern mit Kindern, die staunend zur Decke schauen, wo dutzende Sterne an dünnen Fäden von der Decke hängen. Die Erwachsenen machen Fotos und Videos. 

Ihr könnt euch den Sternenhimmel montags bis freitags zwischen 15 und 19 Uhr oder sonntags anschauen: Erlösergemeinde Frankfurt-Oberrad, Melanchthonplatz, 60599 Frankfurt.

„Wir haben überlegt, wie wir auch im zweiten Corona-Winter Weihnachten feiern und den Menschen eine Freude bereiten können“, erzählt die 27-jährige Vikarin aus Sachsenhausen. Schon im vergangenen Jahr hatte sich die Gemeinde etwas Besonderes ausgedacht: Vor dem Altar konnten sich Menschen zwischen zwei großen, bunten Papp-Flügeln als Engel fotografieren lassen. 

Gemeindemitglieder basteln Sterne

Die Idee mit dem Sternenhimmel haben sie sich von einer katholischen Kirche abgeschaut, verrät Bergner. Nach einem Aufruf per Mail und im Gemeindebrief trudelten schon die ersten Sterne ein. Alle waren aufgerufen, einen oder mehrer Sterne zu basteln. Wer nicht so geschickt ist, konnte auch einfach einen fertigen Deko-Stern mitbringen. Auch aus Altenheimen gab es eine Ladung Sterne, wie Bergner erzählt. Die meisten wurden persönlich abgegeben, andere landeten im Briefkasten. 

Stern von Bethlehem

Und es kommen immer noch neue Sterne dazu. Unter der Woche ist die Erlöserkirche nachmittags und abends geöffnet. „Es ist immer jemand da. Das ist uns wichtig, dass wir ansprechbar sind für die Leute und ins Gespräch kommen über die Aktion“, sagt Bergner. Gerade ältere Menschen seien wegen Corona häufig alleine und hätten Redebedarf. 

Die Welt soll etwas heller werden.

Die Sterne sollen an die Geschichte vom Stern von Bethlehem erinnern, erklärt die junge Theologin. „Der Stern hat damals Orientierung gegeben und so soll auch der Glaube Orientierung geben – gerade jetzt in der Corona-Zeit.“ Auch das Licht spielt eine Rolle: „Die Welt soll etwas heller werden - gerade in diesen Zeiten.“ 

1001 Stern für Erlöserkirche Oberrad - Altar
Carina Dobra
Mit LED-Lichtern werden die Sterne in der Erlöserkirche in Frankfurt-Oberrad an der Decke angeleuchtet.

Sterne sollen bis Januar hängen

So baumeln nun mehr als 1.000 bunte Sterne von der Decke der Erlöserkirche. Manche kleiner, manche riesig groß, einige aus Pappe, andere aus Transparentpapier. Auf Manchen steht noch ein Wunsch oder ein Gebet geschrieben. Jeden Tag hängt die Küsterin Neue auf. Ein Lichtinstallateur hat sich einen ganzen Tag lang mit der Belichtung der Sterne beschäftigt. 

Noch bis zum 6. Januar sollen die Sterne hängen. Was danach mit den kleinen Kunstwerken passiert, ist noch offen. Wegschmeißen ist aber keine Option, betont Bergner. „Wir wollen die auf jeden Fall aufheben und wieder benutzen. Vielleicht für eine andere Aktion.“ 

Dann zeigt die junge Frau noch auf einen - nun ja - etwas missglückten Stern: „Das ist übrigens mein Lieblingsstern.“ Gerade weil er so unperfekt sei. „Jeder Stern ist besonders und hat das Recht hier zu hängen.“

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