Ausgerechnet Jerusalem

Jerusalem: Ostern Ort der Hoffnung

Andreas Fauth
Kommentar von Andreas Fauth

Ausgerechnet Jerusalem, überschattet vom Nahost-Krieg, soll uns Ostern Trost und Hoffnung bescheren. Ein Widerspruch? Fragt unser Chefredakteur Andreas.

Jerusalem, im Herzen Israels, ist der historische Schauplatz der Osterereignisse: Hier wurde Jesus auf dem Hügel Golgatha auf der Nordwestseite Jerusalems ans Kreuz geschlagen und getötet. Hier ganz in der Nähe ist er wenige Tage später aus einem Felsengrab auferstanden.

Ausgerechnet Jerusalem, im Herzen Israels, ist der Schauplatz der Osterbotschaft: Von hier sollen noch heute, über 2.000 Jahre später, Osterfreude und Trost für alle Christinnen und Christen ausgehen. Ausgerechnet Jerusalem ist in diesen Wochen aber auch Schauplatz der Gewalt: Sofort sehen wir Raketen, Bomben und den Krieg im Nahen Osten. 

Ausgerechnet Jerusalem als Ort der Osterbotschaft

Ausgerechnet Jerusalem als Ort des Friedens, ausgerechnet hier sollen wir Freude und Trost finden. Was für ein Widerspruch! Dabei brauchen wir doch bessere Zeiten und Trost, gerade jetzt. 

Da hilft auch kein Trostpflaster, kein „Kopf hoch“, kein „wird schon“. Hoffnung und Trost müssen mehr sein. Es hilft auch nicht, wenn ich mir Ostern einen Schnaps einschenke, um mich zu trösten. Ich kann mich nicht selbst trösten, denn Trost kommt immer auf mich zu. Von anderen, die mich in den Arm nehmen, die mir Trost zusprechen. 

indeon zum Hören

Einige unserer indeon-Kommentare hörst du auch auf Hit Radio FFH. Jeden Mittwoch um 21:40 Uhr und sonntags zwischen 6 und 10 Uhr bei FFH Kreuz & Quer.

Jerusalem als Ort der Hoffnung

Ausgerechnet Jerusalem als Ort der Hoffnung – das ist auch heute kein Widerspruch: Der Karfreitag erinnert an die Schrecken, an den Krieg, an das, was die Menschen bedrückt. Der Ostersonntag ist ein Gegenentwurf. Das Osterfest soll Trost schenken, Freude und Hoffnung geben.

Trotzdem ist Jerusalem ein Ort der Hoffnung.

Das ist das Osterwunder: Die Auferstehung von Jesus von den Toten am dritten Tag nach seiner Kreuzigung ist der Kern des christlichen Glaubens. Die Auferstehung symbolisiert den Sieg über Tod und Sünde und bekräftigt die Hoffnung der Christinnen und Christen auf das ewige Leben. Gott spricht den Menschen mit der Auferstehung Trost und Hoffnung zu.

Frohe Ostern wünschen und Trost zusprechen

Ausgerechnet Jerusalem steht für den österlichen Gegenentwurf: Nicht Raketen und Krieg, nicht Tod und Sünde sollen am Ende siegen, sondern die Hoffnung auf Frieden und Leben. Wer gestärkt von der Osterbotschaft anderen Trost zuspricht, lässt diesen Gedanken lebendig werden.

Lasst uns in diesem Jahr besonders herzlich frohe Ostern wünschen, weil wir durch diesen Gruß Trost und Hoffnung schenken können. Weil wir andere in den Arm nehmen und weil wir diese Osterfreude weiterschenken können an alle, die dringend Trost brauchen. Auch da, wo Krieg herrscht und ja: gerade auch in Jerusalem.

Wie schenkst du anderen Menschen Hoffnung?

Manchmal reicht ein erster Schritt, indem wir uns bewusst machen, wie leicht wir anderen Menschen Hoffnung schenken können. Eine Umarmung, die Hand halten, Trost zusprechen. Wie schenkst du anderen Menschen Hoffnung? Wir freuen uns auf dein Feedback, entweder über unsere Social-Media-Kanäle oder per Mail:

Instagram oder

Facebook 

oder als Mail an redaktion(at)indeon.de.