Buch-Tipp

Als Buch und als Serie: Das Los der Frau in der Welt von Margaret Atwood

In dem Roman "Der Report der Magd" haben Frauen nichts zu sagen und sind Gewalt ausgesetzt.
gettyimages/Motortion

Was wäre wenn, Frauen nicht mehr wären als Gebär-Maschinen? Margaret Atwood nimmt dich mit in eine fiktive Welt. Die Geschichte ist abartig und genial zugleich.

Piper Verlag

Ich habe ja schon viel gehört von Margaret Atwood. Kanadische Schrifstellerin, ausgezeichnet mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Und ihr Beststeller „Der Report der Magd“ hat mich schon auf der Buchmesse im vergangenen Jahr angelacht. 

Ein Buch, das Zeit und Ruhe braucht

Irgendwie habe ich mich trotzdem nicht getraut. Ganz schön harter Tobak: Eine Welt, in der Frauen keine Rechte haben und Männer sie als Sex-Objekt ausbeuten. Da hatte ich in der dunklen Jahreszeit nicht so wirklich Lust drauf. 

Dann kam Weihnachten und ich habe mir das Buch gewünscht. Da hatte ich die nötige Zeit und Ruhe, mich auf die Geschichte einzulassen. Nach zwei Nachmittagen auf dem Sessel vor dem Kamin hatte ich das Buch verschlungen. 

Zur Story:

Desfred ist eine Magd und eine der wenigen fruchtbaren Frauen in dem fiktiven Staat in Nordamerika, indem religiöse Fundamentalisten die totalitäre Republik Gilead errichtet haben. Ihre Aufgabe im Haus des Kommandanten ist es, ein Kind für ihn und seine angeblich unfruchtbare Frau auszutragen.

Infos

Margaret Atwood: Der Report der Magd; Piper Verlag, 416 Seiten; 12 Euro.

Ihr Dasein - tristlos und einsam. Von ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter wurde sie gewaltsam bei einer gescheiterten Flucht getrennt.

Die Katastrophe nimmt ihren Lauf

Aber: Desfred wird nicht schwanger. Das allerdings liegt höchstwahrscheinlich am Kommandanten. Das wäre natürlich kaum zu ertragen für einen Machoisten. 

Also fädelt dessen Frau heimliche Treffen mit Nick, dem Chaffeur, ein. Dann soll er es eben richten. Desfred und Nick beginnen eine illegale Affäre. Beide riskieren ihr Leben. 

Lange geht das nicht gut. Eines Tages stürmt die Polizei das Haus und verhaftet Desfred. Was mit ihr geschieht? Keine Ahnung.

Achtung: Es wird euch fuchsig machen, dass ihr nicht wisst, wie es weiter geht. Aber Rettung naht: Es gibt einen zweiten Teil. Und übrigens inzwischen auch eine Serie.