Pro und Contra

Was ist besser: Stadt oder Land?

Wo lebt es sich besser: In der Stadt oder auf den Land?
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Shoppen, feiern, Kino ODER Pferde, Wald, Dorfschänke? Detlef liebt das Stadtleben in Frankfurt, Carina ist ein Landei und stolz drauf.

Stadt: Bus und Bier rund um die Uhr

Detlef Schneider
privat

Detlef: Raus aufs Land ziehen? Niemals! Da bringen mich keine zehn 🐎🐎 hin. Genauer gesagt bringen mich Bus und Bahn da nicht hin und von dort wieder weg.

Und das ist schon der erste Grund: Ich habe keinen Führerschein und nutze die öffentlichen Verkehrsmittel. Und nein, der Bus, der auf dem Dorf alle drei Stunden mal fährt, außer sonntags(!), der reicht mir nicht.

Ich schätze die Flexibilität in der Stadt und den eng getakteten Fahrplan der U-Bahn. Deswegen möchte auch auf dem Land einen Bus im 15-Minuten-Takt haben, bitteschön. Und abends und nachts soll er auch fahren.

Kiosk immer offen

Mit der ganzen Infrastruktur geht es noch weiter. Mal eben um 21.40 Uhr schnell zum Supermarkt, weil die Milch alle ist? Kann ich auf dem Land vergessen. Genau wie den Kiosk ums Eck, der mir nach 22 Uhr noch ein 🍺 verkauft: Auf dem Land gibt es ihn entweder nicht, oder er hat schon zu.

Überhaupt scheinen für Öffnungszeiten auf dem Land ganz eigene Regeln zu gelten. Einmal stand ich in einem Dorf vor einem kleinen Supermarkt. „Mittagspause – geschlossen“, hieß es auf dem Türschild. Mittagspause?! Die habe ich auch. Deswegen möchte ich ja jetzt hier einkaufen!

Kino? Konzerte? Partys?

Und dann natürlich die Frage: Was geht denn so auf dem Land? Kino? Dafür muss ich in die Stadt. Konzerte? In der Stadt. Bars, Lesungen, Vorträge, Ausstellungen, Theater, Museumsbesuche? Genau: Die große Auswahl an Veranstaltungen finde ich in der Stadt.

Mein subjektiver Eindruck ist, dass eine Aktivität die Menschen auf dem Land allesamt miteinander verbindet: Zu jeder nur erdenklichen Gelegenheit in die Stadt fahren. Merkt ihr selber, Leute, oder? Dann kann ich auch gleich hier bleiben.

Land: Kuhscheiße und Idylle

Carina Dobra
Medienhaus der EKHN

Carina: Riechst du das? Das ist Kuhscheiße. 💩 Ich mag Kuhscheiße. Bei uns zu Hause hat es auch so gerochen. Also draußen, im Garten.

Ich bin nämlich ein Landei und komme aus – Achtung: Swisttal-Heimerzheim.

Bus fährt nur jede Stunde

Dorfkind, könnte man auch sagen. Ich weiß noch genau, wie sich das anfühlt, wenn der Bus nur jede Stunde kommt. Sonntags nur alle zwei. Letzte Fahrt: 23 Uhr. Party hard! Ich weiß, wie tief ein tiefer gelegter VW-Golf liegen kann. Und ja, ich weiß, dass Schaumpartys auf dem Schützenfest das heißeste Event des Jahres waren. 🔥

Im Ernst: Ich vermisse mein Dorf. Das Landleben. Die frische Luft, den Wald, die Ruhe, Menschen, die mich grüßen.

Von Frankfurt nach Bad Homburg

Immerhin habe ich es seit Anfang des Jahres aus Frankfurt nach Bad Homburg geschafft. Da kommt wenigstens ein Hauch Land-Feeling auf. 

Aber schon dieser Schritt war eine Befreiung. Sorry, liebe Frankfurter: Aber es hat nie so richtig gefunkt zwischen Mainhattan und mir. Zu groß, zu laut, zu teuer 💸, zu dreckig – und überhaupt. Alles doof.

Vielleicht mag das cool klingen, wenn du beim Beantragen deiner neuen Karstadt-Kunden-Karte extra laut sagst: „61348 FRANKFURT“. 

Mit Familie aufs Land ziehen

Aber wie unwichtig erscheint das beim Spaziergang durch sattgrüne Streuobstwiesen, beim sanften Wiehern der Pferde, bei der Stille in der Dunkelheit?

Oh Gott, klingt das kitschig. Aber ist doch so. Mit zunehmenden Alter verstehe ich, warum meine Eltern meinen Bruder und mich damals auf dem Land großgezogen haben. Bei allem Respekt, aber mit Kids im Frankfurter Ostend wohnen? 

Ich finde: Kinder brauchen nicht nur einen Spielplatz zwischen zwei Beton-Türmen, sondern den Wald vor der Tür. 

Digitalisierung auf dem Land? W-LAN läuft. Nicht. 

Okay, das mit dem W-Lan ist wirklich ein Problem. „Gut“ kann ich den Empfang bei meinen Eltern wirklich nicht nennen. Aber wenn ich dort bin, brauche ich auch kein Netflix. Joggingschuhe an, ab in den Wald und schon hab ich Kino.

Stadt oder Land?
pixabay

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