Kirchenvorstandswahl

Jugend. Macht. Kirche.

Auf einer Demonstration sind junge Menschen im Alter von etwa Anfang oder Mitte 20 zu sehen. Ein junger Mann hält ein Schild hoch. Auf dem Schild steht: Jugend. Macht. Kirche.
iNDEON DOSSIER
gettyimages/Vesnaandjic
Auch die Jugend beteiligt sich politisch für eine Kirche der Zukunft.

Am Sonntag, den 13. Juni 2021 sind Kirchenvorstandwahlen in Hessen und Rheinland-Pfalz: Viele junge Menschen stellen sich zur Wahl und wollen die Kirche verändern.

Sie haben Großes vor: Junge Menschen wollen Kirche gestalten und verändern. Nicht so einfach bei einer Institution, die in die Jahre gekommen ist und der gerade junge Erwachsene den Rücken kehren. Damit dies nicht so bleibt, kandidieren in vielen Kirchengemeinden junge Christinnen und Christen, um in ihrer Stadt vor Ort etwas zu bewegen und ihrem Traum von einer Kirche der Zukunft näher zu kommen.

Kirchemvorstandswahl
Canva/privat
Darum lassen sich junge Menschen in den Kirchenvorstand wählen.

Junge Menschen - junge Ideen

Sie sind jung und wollen in der Kirche etwas bewegen. Deshalb kandidieren sie in ihren Gemeinden für den Kirchenvorstand. Sie lassen sich nicht entmutigen – weder von den „alten Hasen“, die schon lange an der Spitze ihrer Gemeinde stehen, noch von jungen Leuten, für die Kirche in der Gesellschaft längst keine Rolle mehr spielt. Wir stellen junge Kandidatinnen und Kandidaten vor, die sich am Sonntag in ihren Gemeinden zur Wahl stellen.

Hier erfährst du, warum junge Menschen für den Kirchenvorstand kandidieren.

Wahlen sind gelebte Demokratie

Wahlrecht
indeon.de
Wahlrecht

Frag nicht, was deine Demokratie für dich tun kann, sondern: Was kann ich für die Demokratie tun? Seitdem unsere Redakteurin Esther Stosch wählen darf, lässt sie keine Wahl mehr aus: Von der Bundestagswahl bis zur Kirchenvorstandswahl. Seitdem sie Mitglied der Kirche ist, setzt sie auch hier ihr Kreuz. In der Kirchengemeinde kennt sie die Leute, die die Gemeinschaft vor Ort gestalten.

Denn: Jede Wahl ist gelebte Demokratie und die Evangelische Kirche lebt von der Mitbestimmung ihre Mitglieder.

Hier liest du ihre flammende Rede, warum wir wählen gehen müssen.

Marco Lasser, Mitarbeiter im Stadtjugendpfarramt
Jörn von Lutzau
Marco Lasser, Mitarbeiter im Stadtjugendpfarramt

Mehr in Jugendarbeit investieren

Marco Lasser ist 29 Jahre alt und Teil des Kirchenvorstands der Evangelischen Kirchengemeinde Wiesbaden-Bierstadt. Er engagiert sich seit seiner Konfirmation für die Jugendarbeit der Gemeinde und stellt sich erneut zur Wahl. „Kirche muss ein zu Hause für alle sein,“ sagt Marco, für ihn ist die Kirche wie eine Familie. Deshalb ist er auch beruflich im Stadtjugendpfarramt in Wiesbaden im Einsatz. In unserem Video stellen wir dir Marco vor.

Hier erfährst du, warum Marco für seine Kirche brennt und was er denen in seinem Alter sagt, die der Kirche sonst den Rücken kehren.

Generationswechsel in der Kirche?

Philosophie-Studentin Anna-Nicole Heinrich
epd-bild/Jens Schulze
Die Philosophie-Studentin Anna-Nicole Heinrich ist an die Spitze der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gewählt worden.

Kirchenvorstandswahlen in Hessen und Rheinland-Pfalz

Ein Kirchenvorstand leitet die Arbeit einer Kirchengemeinde vor Ort. Er wird alle sechs Jahre gewählt, am Sonntag sind alle konfirmierten Christinnen und Christen der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau an die Wahlurne gerufensie können ihr Kreuz aber auch digital abgeben oder per Briefwahl.

Hier findest du alle Infos zur Kirchenvorstandswahl

Wer sich politisch im Kirchenvorstand seiner Gemeinde engagiert, kann etwas bewegen – das erlebt auch die 25-jährige Philosophie-Studentin Anna-Nicole Heinrich. Sie ist im Frühjahr für viele völlig überraschend an die Spitze der Evangelischen Kirche in Deutschland gewählt worden. Kirche von morgen muss sich bewegen – digital, divers und queer werden, sagt die frisch gewählte Präses der Synode der Evangelischen Kirche.

Hier erfährst du, wie die Studentin Anna-Nicole Heinrich in das Spitzenamt der Evangelischen Kirche gewählt wurde.