Alter weißer Mann

Ist der Weihnachtsmann noch zeitgemäß?

PortraitAndreas Fauth
Kommentar von Andreas Fauth

Der sogenannte alte weiße Mann hat es schwer in diesen Zeiten: Das gilt auch für den Weihnachtsmann. Deshalb fragt unser Chefredakteur Andreas: Ist der Weihnachtsmann noch zeitgemäß?

Audio: Ist der Weihnachtsmann noch zeitgemäß?
Warum wir den Weihnachtsmann lieben
Getty Images /inhauscreative
Wohl kein alter, weißer Mann wird so geliebt wie der Weihnachtsmann.

Der Weihnachtsmann hat es nicht leicht in diesen Zeiten: Wer will schon Besuch von einem alten weißen Mann? Früher von Kindern mit leuchtenden Augen herbeigesehnt, wirkt er für die heute erwachsen gewordene Generation „Woke“ wie aus der Zeit gefallen. 

Darüber kann auch sein weißer Hipster-Rauschebart nicht hinwegtäuschen. In seinem knallroten Dress schleicht er sich auf Weihnachtsfeiern und in Kaufhäusern an die Kinder heran: Geht gar nicht!

Ist das Modell Weihnachtsmann überholt?

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Es ist ein Drama, der Weihnachtsmann verkörpert einfach eine ganz andere Zeit: „Kinder, wart ihr denn auch alle brav?“ Würden das Eltern heute noch so fragen? Der Ton ist doch heute eher rebellisch und aufgeweckt, siehe „Fridays for future“. 

Der Weihnachtsmann reist zwar klimagerecht in seinem Rentierschlitten um die Welt, aber halt: Wo bleibt denn bitte da das Tierwohl? Und was macht der Weihnachtsmann erst, wenn es keine Schornsteine mehr gibt, um durch den Kamin in die Wohnzimmer zu gelangen?

Viele Kinder freuen sich auf den Weihnachtsmann

Spaß bei Seite: Wenigstens Weihnachten dürfen wir dem alten weißen Mann etwas abgewinnen. Denn viele Kinder freuen sich noch heute, wenn Opa Heiligabend in das rote Kostüm schlüpft. Der Weihnachtsmann geht auf den Heiligen Nikolaus zurück, der schon in alter Zeit Geschenke an die Kinder verteilt hat. Er soll  aus der Türkei stammen. Damit hätte unser Weihnachtsmann immerhin Migrationshintergrund.

Bewahren wir uns den Glauben an das Wunderbare!

Bewahren wir uns doch ein Stück dieser Kulturgeschichte, ein Stück dieser kindlichen Naivität und ein Stück unseres Glaubens an das Wunderbare im Leben, das unsere Herzen froh macht, gerade in Zeiten von Dunkelheit und Corona. Und wer dann noch immer nicht auf den Weihnachtsmann steht, dem oder der empfehle ich das Christkind – das kam bei uns immer Heiligabend.

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