Auf einen Blick

Krieg in der Ukraine

Ein Pappplakat, angemalt in den Farben der ukrainischen Flagge (oben blau, unten gelb) und darauf eine weiße Taube mit Ölzweig
iNDEON DOSSIER
Esther Stosch

Uns berührt der Krieg in der Ukraine und wir beobachten, was er mit uns macht und wie er die Menschen verändert.

Liveberichterstattung vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj aus Kiew, Drohnenaufnahmen von zerbombten Häusern und Social-Media-Clips aus dem Bunker: Wir können durch das Internet und Social Media den Krieg in der Ukraine quasi in Echtzeit verfolgen.

Egal ob auf Instagram, Facebook, Twitter oder auch Telegram: Überall sehe ich die Bilder und Videos von verzweifelten Menschen und der Zerstörung. Ehrlich gesagt, ich kann mir gar nicht alles anschauen und bin täglich dankbar dafür, dass ich mir persönlich eine Pause vom Krieg gönnen darf. 

Zeichen der Solidarität mit den Menschen in der Ukraine

Farben der ukrainischen Flagge

Blau und Gelb: Der blaue Streifen steht für den Himmel und der gelbe Streifen für den Weizen. Das Land ist einer der größten Weizenexporteure. 

Überall sehe ich die Farben der ukrainischen Flagge: Blau und Gelb. Das Titelbild für diesen Artikel ist ein Plakat, das ich für eine Friedensdemo in Frankfurt gemalt und gebastelt habe. 

So wie mir geht es vielen Menschen in Deutschland. Sie wollen nicht schweigen, sie wollen zeigen, dass sie gegen diesen Krieg sind. Dass sie nicht einfach zur Tagesordnung zurückkehren können. 

Aber was kann man überhaupt machen? Wie können wir unsere Solidarität zeigen? 

Einige Antworten auf diese Fragen haben wir hier für dich aufgelistet.

Was immer geht: Spenden. Zum Beispiel ganz easy online bei der Diakonie-Katastrophenhilfe

Trotz Krieg: Hoffnung auf Frieden

Andreas Fauth
Christoph Boeckheler

Die Kriegsbilder sind erschreckend. Die deutsche Politik liefert inzwischen deutlich mehr als ein paar hundert Helme in die Ukraine und der Krieg wütet weiter

Trotzdem dürfen und wollen wir die Hoffnung auf Frieden nicht verlieren! Andreas schreibt in seinem Kommentar, wie er trotz aller Gefahren die Zuversicht nicht aufgeben kann. 

Hör und lies mehr über seine Hoffnung auf Frieden

Wie halten wir in Kriegs-Zeiten zusammen?

Solidarität mit der Ukraine - Kundgebung in Frankfurt
Andreas Fauth

Demonstrieren, spenden, Menschen aufnehmen - was wir machen können, machen wir. Wir erheben unsere Stimmen, erhellen die Gebäude in Blau und Gelb und beten für den Frieden. Aber wie weit geht die Solidarität, wenn der Spritpreis steigt? Wenn du im Supermarkt plötzlich nur maximal zwei Päckchen Mehl bekommst? Alles teurer wird

Die Sanktionen gegen Russland spüren wir jetzt schon massiv in unserem Geldbeutel. Doch wie können wir durchhalten? 

Andreas appelliert in seinem Kommentar an unsere Menschlichkeit.

Erfahrungen in einer russisch-ukrainischen Ehe, wenn Krieg ist

Yana und Boris sorgen sich um die Familie in der Heimat.
privat

Yana und Boris haben eine siebenjährige Tochter. Sie versuchen, ihr zu erklären, was Krieg bedeutet und was in der Ukraine und in Russland gerade pssiert, aber die Worte klingen hohl. Yana ist in der Ukraine geboren und hat Familie vor Ort, die sich auf Kampf einstellt. 

Als gebürtiger Russe ist Boris entsetzt über das Verhalten von (inzwischen ehemaligen) Freunden, die auf die Staatspropaganda und Verschwörungsymythen in Russland reinfallen. 

Wie die beiden die aktuelle Zeit erleben, liest du hier. 

Vor einer humanitären Katastrophe - Trauer und Entsetzen

Menschen, die sich umarmen
Diakonie Katastrophenhilfe/Frank Schultze

Während die russisch-orthodoxe Kirche in Russland Putins Krieg unterstützt, ist die ukrainisch-orthodoxe Gemeinde in Frankfurt am Main und Mannheim entsetzt und traurig. Petro Bokanov, der Priester, erzählt, dass seine Gemeindemitglieder nicht nur Trost und Rat suchen, sondern sich aktiv für die geflüchteten Menschen einsetzen. 

Der Geistliche verurteilt den Krieg und erhebt Vorwürfe gegenüber der europäischen Politik. Der Weg zum Frieden werde „blutig und leidvoll“. 

Wie die ukrainisch-orthodoxe Gemeinde diese Zeit erlebt, liest du hier.

Portrait der Frau
Angela Wolf
Olena ist vor dem Ukraine-Krieg geflohen.

Der Angriffskrieg in der Ukraine ist brutal und trifft in weiten Teilen die zivile Bevölkerung. Manche bleiben und kämpfen, andere verlassen ihre Heimat aus Angst vor Tod und Zerstörung. Olena hat bis vor Kurzem in Kiew gelebt. Ihr ist die Flucht aus der ukrainischen Hauptstadt gelungen. 

Ihre Tochter Oksana lebt in Frankfurt und hat auf ihre Mutter eingeredet, das Land zu verlassen. „Die letzten Tage waren der reinste Wahnsinn. Mein kleiner Sohn ist noch in Quarantäne. Corona, der Krieg. Jetzt bin ich einfach froh, meine Mutter bei uns hier in Sicherheit zu wissen.“

Wie die Flucht war und wie die kleine Familie nun zusammenlebt, erfährst du hier. 

Wie kann Gott den Krieg in der Ukraine zulassen?

Pfarrer Martin Vorländer
Karsten Fink

Seitdem es Menschen gibt, gibt es diese Frage: Wie kann Gott das Schlechte in dieser Welt zulassen? Vermutlich gibt es so viele Antworten und fehlende Antworten auf diese Frage, wie es Menschen auf diesem Planeten gibt. 

Aber wenn du auf der Suche nach Trost in diesen Krisen-Zeiten bist, dann lege ich dir Martin Vorländers Gedanken sehr ans Herz. 

Pfarrer Martin versucht Antworten auf die Frage nach Gott im Krieg zu finden.

Sachspenden für die Ukraine

Reis, Nudeln, Öl kommen in den Karton, der Handabroller mit dem Klebeband ratscht - fertig ist das "Hoffnungspaket".
August-Hermann-Francke-Schule Gießen

Mit Geldspenden wird den Menschen an der ukrainischen Grenze gezielt geholfen. Dennoch wollen viele Menschen mehr geben. Deswegen organisieren Hilfsorganisationen auch immer wieder Sachspenden für die Geflüchteten. 

In Gießen packen beispielsweise Schüler:innen vor allem unverderbliche Nahrungsmittel. Teilweise werden auch Hygiene-Artikel eingepackt. Auch aus Flörsheim hatte sich ein Gilfstransport auf den Weg gemacht. 

Die Schüler:innen schicken aber nicht nur Praktisches zu den Menschen.

Eine Zäsur in Europa

Chefredakteur Andreas Fauth
Karsten Fink

Gerade noch feiern wir 70 Jahre Frieden in Europa, Sorry, 2021 waren es schon 71 Jahre und dann überrollt Wladimir Putin mit seinen russischen Truppen die Ukraine. Also nicht, dass der Konflikt dort nicht schon länger dauern würde, aber wir haben weggesehen. 

Bis zum Schluss konnte sich niemand wirklich vorstellen, dass so ein Angriffskrieg im Jahr 2022 noch geführt wird. In seinem Kommentar fordert Andreas nicht nur ein Ende des Kriegs. Er beschreibt, was in uns zerbrochen ist. 

Eine Zäsur für Europa: Krieg in der Ukraine

Wie die Angehörigen aus der Ukraine vor dem Krieg warnen

Auf der Demo fordern die Menschen ein Ende von Putins "Militae​raufmarsch" und die Lieferung von Verteidigungswaffen durch befreundete Staaten.
epd/Ukrainischer Verein Frankfurt

Ende Januar 2022 demonstrieren in Frankfurt Ukrainer:innen in Deutschland auf dem Frankfurter Römerberg. Sie sind zutiefst besorgt über den Aufzug von russischen Panzern und Soldaten an der Grenze zu ihrem Heimatland. Sie warnen vor dem „russischen Bären“ und einem Großangriff Russlands. 

Und sie behalten Recht. Obwohl sie für diplomatische Lösungen werben und schon lauthals gegen den Krieg demonstrieren, lässt sich Putin von den diplomatischen Bemühungen nicht abhalten. 

Wie die Stimmung so kurz vor dem Krieg bei den Ukrainer:innen in Deutschland war, liest du hier. 

Die deutsche Angst vor dem Krieg

Andrea Seeger an ihrem Esszimmertisch
privat

Vermutlich steht Putin morgen nicht mit Panzern vor der deutschen Grenze. Aber dieser Krieg ist nah. Viel näher als es all die Konflikte und Kriege der vergangenen Jahre für uns waren. Das spürt auch meine Kollegin Andrea. Sie beschreibt ein Gefühl der Ohnmacht und Angst

„Zum ersten Mal in meinem Leben fürchte ich mich von Grund auf. Frieden, Freiheit, Demokratie – der Boden, auf dem ich wachsen konnte –  er hat tiefe Risse bekommen“, sagt sie.

Wie Gott ihr in dieser Krise hilft und ein paar Tipps von Psychotherapeutin Franca Cerutti findest du hier.

 

Für die geistige Gesundheit: Doomscolling vermeiden

Person im Bett starrt aufs Handy und hat massive Augenringe und miese Laune
gettyimages/Micah Watson

Vielleicht geht es dir so wie mir: Wenn ich einmal anfange mich durch die Nachrichten zu scrollen, dann höre ich nicht mehr auf. Der Krieg in der Ukraine berührt mich zutiefst, aber auch die Pandemie und andere schlechte Nachrichten machen mich wütend und traurig zu gleich. 

Trotzdem fällt es mir schwer, das Smartphone aus der Hand zu legen. Ich wechsle zwischen Twitter und Instagram und Stunden später tun mir Augen, Hand und Herz weh. So was nennt sich übrigens „Doomscrolling“. Und wenn du auch so jemand bist, dann

helfen dir die Tipps gegen Doomscrolling bestimmt weiter. 

Ich möchte Ukrainern helfen - Was kann ich tun?

Fragender Blick
gettyimages/PeopleImages

Wow, bist du auch beeindruckt von der großen Hilfsbereitschaft, die den geflüchteten Menschen zuteil wird? Möchtest du vielleicht sogar selbst helfen, aber weißt nicht genau, wo und vor allem wie du das anstellen sollst? Wie kann ich unterstützen? Wo braucht es meine Hilfe? Und bei welcher Initiative kann ich Menschen aus der Ukraine helfen? Wir haben Antworten auf alle wichtigen Fragen für dich gesammelt.

Und falls die keine Zeit oder keine Möglichkeiten hast, selbst anzupacken, kannst du natürlich auch spenden. Wir verraten dir, wo du das guten Gewissens tun kannst.

In unserem Q&A erfährst du alles, rund um das Thema helfen.

Was tun mit russischem Gas?

Renate Haller
Medienhaus der EKHN

Warmes Wohnzimmer oder ehtisch und politisch korrekt? Diese Frage stellen wir uns wohl alle gerade. Unsere Redakteurin Renate hat versucht, Antworten drauf zu finden. Schnell stellt sie fest: Politik bedeutet, Kompromisse zu schließen. Manchmal gibt es dann nur die Entscheidung zwischen mehr oder weniger schlecht. Wer hätte gedacht, dass „der Grüne‟ Robert Habeck mal in Katar nach Flüssiggas fragt.

Ja klar, man mag sich verdutzt die Augen reiben, sich in den Chor der Kritiker und Kritikerinnen einreihen, die lauthals „Verrat“ schreien oder sich insgeheim die Hände reiben, weil einem die neue Richtung gefällt. Egal in welche Richtung es geht: Fakt ist, Habeck treibt die Not. Doch deshalb die Menschenrecht mit Füßen treten?

Wie Deutschland aus diesem Dilemma rauskommt, versucht Renate in ihrem Kommentar zu zeigen.